Wirtschaft : Amerikas Toleranz

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George W. Bush hat die Wahl gewonnen, weil er die bibelfanatischen Massen mobilisiert hat, denen Schwule Angst einjagen. So erklären Demokraten und Europäer die Niederlage John Kerrys. Sie leiten dies von Umfragen ab, wonach „moralische Fragen“ die Wahl bestimmt und sie zum Votum gegen die HomoEhe gemacht hätten. Elf Bundesstaaten entschieden am Wahltag, die Ehe Mann und Frau vorzubehalten und dies in den Verfassungen zu verankern.

Doch die Referenden gegen die Homo-Ehe haben einen anderen Grund: die Ignoranz der Liberalen. Die Befürworter der gleichgeschlechtlichen Heirat sind zu weit gegangen. Sie wollten die Debatte im Alleingang entscheiden, obwohl sie noch nicht ausgefochten ist. Zwei Drittel der Bürger sind gegen die Homo-Ehe, in 41 Staaten ist sie verboten. Andererseits sind die meisten Amerikaner gegen ein Verbot der Homo-Ehe in der Bundesverfassung. Und 52 Prozent der Bush-Wähler befürworten, wie er selbst, registrierte gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Die Referenden gegen die Homo-Ehe sind eine Reaktion auf die Versuche liberaler Gerichte, Fakten zu schaffen. Amerikaner sind nicht intolerant. Sie mögen nur keine Bevormundung durch Richter und Politiker.

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