Wirtschaft : An den Börsen beginnt das große Zittern

In dieser Woche legen viele Dax-Unternehmen Zahlen vor

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Düsseldorf/New York (rl/HB/pf/os). Die neue Handelswoche ist vor allem an den heimischen Aktienmärkten mit Spannung erwartet worden: Gut ein Drittel aller DaxFirmen legt die Zahlen für das dritte Quartal auf den Tisch. Die Firmen geben neben ihren Rückschauen regelmäßig auch eine Vorschau auf die nächsten Quartale.

Den Auftakt macht am Montag die Degussa AG in Düsseldorf. Allzu große Hoffnungen haben zum Wochenausgang aber bereits Infineon und Henkel gedämpft. Beide Konzerne haben die Analysten enttäuscht. Halbleiter-Hersteller Infineon, wegen seines verhaltenen Ausblicks und Persil-Produzent Henkel wegen seiner verhaltenen Umsatz- und Ertragszahlen. Der Dax verlor am Wochenende 2,4 Prozent und ging mit 3079 Zählern aus dem Handel. Die niedrigen Konjunkturerwartungen nähren die Einschätzung von Pessimisten, wonach es in dieser Woche allenfalls seitwärts weitergehen werde.

Aus der Sicht der Charttechniker – das sind Börsenexperten, die ihre Erkenntnisse aus den Kursen selbst ableiten – wird es am Montag einen weiteren Rücksetzer geben, bevor es wieder aufwärts gehen kann. In der ersten Wochenhälfte kommt es darauf an, ob der Dax die 3000 Punkte verteidigen kann. Wenn nicht, dann droht ein Absacken auf 2800 Punkte.

Auch an der Wall Street kommt noch keine rechte Freude auf: Die US-Börse reagierte undankbar auf die Zinssenkung vom letzten Mittwoch. Der 30 „blue chips“ umfassende Dow Jones-Index stieg in der vergangenen Woche um lausige 19,49 Punkte auf 8537,13 Zähler oder 0,23 Prozent. Der technologielastige Nasdaq-Index verlor sogar 0,1 Prozent auf 1359,28 Zähler.

Einen Hinweis auf das Verbraucherverhalten geben die in der neuen Woche anstehenden Ergebnisse von Einzelhandelsunternehmen wie Wal-Mart und Gap. In der Technologiebranche werden Applied Materials und Dell Quartalszahlen vorlegen. Mit Aufmerksamkeit schauen die Investoren auf die US-Konjunkturziffern für Oktober: Einzelhandelsumsätze und Lagerbestände (Donnerstag) und Erzeugerpreisindex, Industrieproduktion und Verbrauchervertrauen im November (Freitag).

Das Augenmerk der deutschen Anleger richtet sich in dieser Woche auf Allianz, Bayer, Siemens und die Telekom. Über keinen der vier ist Gutes zu hören. Am Donnerstag präsentieren auch Eon, Hochtief und BASF ihre Zahlen. Die Commerzbank ist am Dienstag an der Reihe, die Dresdner Bank am Freitag.

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