Wirtschaft : Analysten erwarten von der Veba endlich klare Antworten

DÜSSELDORF (rtr).Der Düsseldorfer Veba-Konzern will auf seiner Herbst-Pressekonferenz am Donnerstag seine Umsatz- und Gewinnkennzahlen der ersten neun Monate vorlegen und die Geschäftsstrategie erläutern.Aktien-Experten erwarten Antwort auf eine ganze Reihe von Fragen."Es gibt da einige Fragezeichen", sagt Karin Brinkmann von der Hypo-Vereinsbank.Neben der weiteren Entwicklung bei der tief in die roten Zahlen geratenen US-Tocher MEMC verweist sie auf Probleme in der Telekommunikation und Fragen zur Zukunft des Ölgeschäfts.

Trotz der von der neuen Bundesregierung angekündigten Öko-Steuer und der Pläne zum Ausstieg aus der Atomenergie wird die ertragsstärkste Veba-Sparte Energie von den Analysten noch am unproblematischen angesehen.Veba Energie ist unter anderem auch an dem Berliner Energieversorger Bewag beteiligt.Bei der Veba dürfte der Umbau des Konzerns geringer ausfallen als bei der Viag, schätzt Thomas Deser von der BHF-Bank.Ebenso wie Chris Rowland von Merrill Lynch mahnt er einen genaueren Zeitplan für den Börsengang von Stinnes an.

Für den Zeitraum Januar bis September erwarten die befragten Analysten im Durchschnitt eine Steigerung der Veba-Umsatzerlöse um rund 1,5 Prozent auf 61 bis 61,5 Mrd.DM.Das Vorsteuer-Ergebnis wird nach ihrer Einschätzung dank Veräußerungsgewinnen zwischen 3,15 und etwa 3,5 Mrd.DM liegen im Vergleich zu den 2,795 Mrd.DM im Zeitraum Januar bis September 1997.

In ersten Halbjahr hatte die Veba ein Umsatzplus von 0,8 Prozent auf 40 Mrd.DM und einen Zuwachs des Vorsteuer-Ergebnises von 14,7 Prozent auf 2,593 Mrd.DM verzeichnet.Ohne die Buchgewinne von 779 Millionen Mark aus dem Verkauf etwa der Hapag-Lloyd-Beteiligung und anderer Aktivitäten wäre aber ein Minus von 9,1 Prozent entstanden.Für das Gesamtjahr wurde wegen der Verluste bei MEMC bereits ein deutlicher Rückgang des Konzerngewinns vorausgesagt.1997 hatte die Veba bei Umsätzen von 82,719 Mrd.DM einen Konzerngewinn (nach Anteilen Dritter) von 2,8 Mrd.DM ausgewiesen.Der Gewinn je Aktie war mit 5,58 DM genannt worden.

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