Wirtschaft : Angebot für Wismarer Werft

Konsortium will MTW und Elbewerft Boizenburg übernehmen

SCHWERIN (fro).Ein Konsortium aus der Hamburger Schoeller-Reederei, der bei München ansässigen Conti-Reederei und dem Hamburger Emmissionshaus Norddeutsche Vermögen will die Elbewerft Boizenburg in Mecklenburg-Vorpommern übernehmen.Das Angebot gelte aber nur, wenn das Konsortium zusammen mit fünf Managern der Meerestechnikwerft Wismar (MTW) auch den Zuschlag für die MTW bekomme, sagte Bernd Kortüm von der Norddeutsche Vermögen am Donnerstag gegenüber dem Tagesspiegel.Die Elbewerft, auf der zuletzt 300 Arbeiter beschäftigt waren, befindet sich seit September in Gesamtvollstreckung. Die MTW gehört seit dem Zusammenbruch des Bremer Vulkans der BvS und dem Land Mecklenburg-Vorpommern und soll spätestens im Frühjahr 1998 zum zweiten Mal privatisiert werden.In den vergangenen Wochen hatte es Überlegungen gegeben, daß die MTW selbst bei der Elbewerft einsteigt.Dies würde aber nach Ansicht des Schweriner Wirtschaftsministeriums auf Widerstand bei der Europäischen Kommission stoßen, die nur für die Modernisierung der MTW Subventionen genehmigt hat, und nicht für den Aufkauf anderer Werften.Für die Elbewerft dürfen keine weiteren Fördergelder fließen.Kortüm sagte, das Konsortium wolle Boizenburg ohne staatliche Zuschüsse übernehmen, dort Schiffsteile für die MTW fertigen und 150 Arbeitsplätze garantieren. Schwerins Wirtschaftsminister Jürgen Seidel begrüßte das neue Angebot.Für die MTW interessiert sich auch die norwegische Ulltveit-Moe-Werft.An dem Boizenburger Betrieb hat außerdem ein Bauunternehmen Interesse bekundet.Dem Vernehmen nach will der Sequester der Elbewerft mindestens 15 Mill.DM aus dem Verkauf des Betriebes erlösen.

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