Wirtschaft : Angst vor Handys

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Erst das Internet, jetzt SMS: China will künftig die kurzen Textmitteilungen auf Handys überwachen und zensieren. Die Regierung möchte damit gegen Pornografie vorgehen, heißt es offiziell. In Wahrheit aber sollen Dissidenten nicht mehr per SMS kommunizieren können, denn die kommunistischen Führer haben Angst: Durch SMSNachrichten wurde der Sars-Ausbruch an die Öffentlichkeit gebracht. Auf den Philippinen wurden die Demonstrationen, die zum Rücktritt von Präsident Joseph Estrada führten, per SMS organisiert. Doch die Bemühungen kommen zu spät: Im vergangenen Jahr wurden in China 220 Milliarden SMS verschickt – die Hälfte aller weltweit verschickten Textmitteilungen.

Die chinesische Regierung plant nun, Schlüsselbegriffe herauszufiltern, die der Partei missliebig sind. Diese Zensur kann leicht unterlaufen werden, indem wie im Internet Wörter falsch geschrieben werden. Die Regierung möchte China wettbewerbsfähig machen. Gleichzeitig versucht sie, den Informationsfluss zu kontrollieren. Technologien wie Handys kann sie nicht aufhalten. Den Kampf um die Kontrolle der Bürger, die immer besser mit Technik ausgestattet sind, kann die Partei nur verlieren.

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