Wirtschaft : Anlagenbauer wollen zusammenkommen

MÜNCHEN (tmh).Die Mannesmann Demag AG, Duisburg, und die SMS Schloemann Siemag AG, wollen sich zum weltweit führenden Anlagenbauer für die Stahl-, Aluminium- und Kupferindustrie zusammenschließen.Dafür planen die Münchner MAN AG und die Düsseldorfer Mannesmann AG zum 1.Januar 1999, ihre Beteiligungen in der Sparte metallurgischer Anlagenbau zu fusionieren.

Durch den Zusammenschluß der zum MAN-Konzern zählenden SMS Schloemann-Siemag AG und dem Geschäftsbereich Metallurgie der Mannesmann Demag AG zur neuen SMS Demag AG entstehe ein Unternehmen mit 3,6 Mrd.DM Umsatz, teilte MAN in München mit.Die MAN wird am neuen Konzern, dessen Bildung noch vom Kartellamt und den Aufsichtsräten von MAN und Mannesmann genehmigt werden muß, zu 36 Prozent beteiligt sein.Auf den gleichen Anteil kommt die an der "alten" SMS paritätisch beteiligte Familienstiftung Siemag Weiss.Die unternehmerische Führung liegt bei MAN und der Stiftung.28 Prozent der Anteile hält Mannesmann Demag.

Die neue SMS Demag werde profitabel an den Start gehen, sagte ein MAN-Sprecher.Während der MAN-Bestandteil Gewinn erwirtschafte, schreibe Mannesmann Demag rote Zahlen.Der gesamte SMS-Verbund hat 1997 gut 2,7 Mrd.DM umgesetzt und 112 Mill.DM Jahresergebnis ausgewiesen.

MAN dürfte mit der Metallurgie-Fusion ihre Expansionspläne noch nicht befriedigt haben.Erst vor kurzem hatte die Hauptversammlung mit der Bewilligung von genehmigtem Kapital den Weg für Akquisitionen freigemacht.Die Mannesmann Demag AG wird durch den Zusammenschluß mit SMS weiter aufgeteilt.Vor wenigen Wochen hatte Mannesmann die Verschmelzung von Teilen der Duisburger mit der Konzerntochter Krauss-Maffei AG, München, angekündigt.Zudem sollen die Demag-Felder Energie- und Umwelttechnik sowie Petrochemie und Raffinerietechnik verkauft werden.

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