ANLEGER Frage : Wer bekommt den Wohnriester?

Selbst genutztes Wohneigentum soll bald in die Riester-Förderung einbezogen werden. Welche Bedingungen müssen erfüllt sein und für wen lohnt sich die Förderung? Eine Anlegerfrage an Peter Lischke von der Verbraucherzentrale Berlin.

an Peter Lischke

Der Bundestag hat ein Eigenheimrentengesetz verabschiedet. Die Regelungen beziehen sich auf mehrere Bereiche. Erstens kann das geförderte Altersvorsorgekapital künftig für den Erwerb und den Bau einer Immobilie eingesetzt werden. Zweitens können Tilgungsleistungen steuerlich begünstigt werden, wenn das zugrunde liegende Darlehen der Finanzierung einer selbst genutzten Wohnimmobilie dient. Und drittens kann das geförderte Vorsorgekapital zu Beginn der Auszahlungsphase, also mit der Erreichung des Rentenalters, für die Entschuldung einer selbst genutzten Immobilie verwendet werden.

Den Wohnriester können, genauso wie alle anderen Riester-Produkte, diejenigen in Anspruch nehmen, die in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig und unmittelbar förderberechtigt sind. Dazu gehören zum Beispiel alle Pflichtversicherten in der gesetzlichen Rentenversicherung, außerdem Beamte und Kindererziehende während der rentenrechtlich zu berücksichtigenden Zeiten. Darüber hinaus können jetzt auch Rentner wegen voller Erwerbsminderung oder Erwerbsunfähigkeit unmittelbar förderberechtigt sein. Voraussetzung ist allerdings, dass es sich um eine entsprechende Rente aus einem bereits bisher begünstigten gesetzlichen Alterssicherungssystem handelt und schon vor dem Bezug der Rente eine Pflichtmitgliedschaft bestand.

Neben den bisherigen Anbietern von Riester-Produkten, also Versicherungen und Banken, können künftig auch Bausparkassen und Wohnungsgenossenschaften geförderte Anlageprodukte auf den Markt bringen.

Die Regelungen sehen vor, dass der Anleger das auf seinem Altersvorsorgevertrag angesparte, geförderte Kapital entnehmen kann, um den Betrag unmittelbar für die Anschaffung oder Herstellung einer Wohnung in einem eigenen Haus, einer Eigentumswohnung, einer Genossenschaftswohnung oder eines eigentumsähnlichen Dauerwohnrechts zu verwenden. Die Wohnung muss allerdings zu eigenen Wohnzwecken als Hauptwohnsitz genutzt werden und im Inland gelegen sein.

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