Wirtschaft : Anleger setzen auf Sparkonten statt Fonds

Frankfurt am Main - Die Schuldenkrise führt zu einem radikalen Ausleseprozess unter den europäischen Fondsgesellschaften. Zu diesem Schluss kommt die Ratingagentur Fitch in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. „Wir haben einen Markt in Europa, der nicht wächst“, erklärte Analyst Roger Schneider. Privatkunden griffen bei der Geldanlage immer mehr auf Sparkonten bei den Banken zurück, während institutionelle Kunden wie Versicherer und Pensionskassen aus Kostengründen ihre Anlagen zunehmend selbst verwalteten. In diesem Umfeld könnten nur noch die stärksten Fondshäuser mit einem klaren Profil Mittelzuflüsse verbuchen, Anbieter aus der zweiten Reihe würden verdrängt. „Die Branche hat einen großen Anpassungsbedarf.“ Fitch rät den Gesellschaften, auf globale Produkte mit einer geringen Schwankungsanfälligkeit zu setzen: etwa flexible Mischfonds oder Rentenfonds mit Multi-Strategie-Ansatz, die in verschiedene Länder, Währungen und Anleihetypen investieren. Inländische Aktien und Staatsanleihen seien jedenfalls kein Wachstumstreiber. rtr

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