Wirtschaft : Anleger wünschen sich mehr Transparenz

Hamburg - Die Mehrheit der Deutschen begrüßt den Vorstoß der EU-Kommission zur Einführung eines „Beipackzettels“ für komplizierte Finanzprodukte und Versicherungen. 71 Prozent sind der Meinung, der Anlegerschutz sollte dringend verbessert werden, wie aus einer Umfrage der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und des Marktforschungsinstitutes Toluna hervorgeht. Befragt wurden 1000 Bundesbürger. Danach gefragt, welche Maßnahmen zum Schutz der Anleger am wichtigsten sind, steht die Offenlegung der Kosten an erster Stelle. 54 Prozent der Befragten erachten die transparente Ausweisung etwa der Provisionen für Berater als entscheidend. 36 Prozent der Befragten halten ein Berufsverbot für angemessen, wenn Finanzberater sich nicht an die von der EU geplante verschärfte Protokollpflicht bei der Beratung zu Fonds und Versicherungen halten. Die EU-Kommission will die Käufer von Versicherungen und Kleinanleger besser vor unzureichender Beratung und Risikoanlagen schützen. Unter anderem sollen die Vermittler von Lebensversicherungen ihre Provision künftig vor Vertragsabschluss offenlegen. AFP

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