Wirtschaft : Anleiheprogramm gebilligt

Daimler-Hauptversammlung endet nach elf Stunden Debatte

Stuttgart (rtr).Die Aktionäre der Daimler-Benz AG haben am Mittwoch abend nach mehrstündiger Debatte dem Plan des Konzerns zugestimmt, Führungskräfte mittels Wandelanleihen am Unternehmenserfolg zu beteiligen.Die Anteilseigner stimmten am Abend mit knapp 99,7 Prozent der anwesenden Stimmen für das Konzept, das die Erweiterung des für Vorstand und Direktorium bereits bestehenden Anleihenprogramms auf die zweite Führungsebene vorsieht.Zudem nahmen die Aktionäre den Dividendenvorschlag von 1,10 DM je Aktie an und entlasteten bei einer Präsenz von 65,5 Prozent mit großer Mehrheit die Daimler-Vorstand und -Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 1996.Das Aktionärstreffen endete nach fast elf Stunden am späten Mittwoch abend. Die Kleinaktionäre stimmten gegen den Vorschlag, das erweiterte Anleihenprogramm nun 1600 statt bisher 170 Daimler-Führungskräften anzubieten.Der größte deutsche Industriekonzern hatte das Konzept mit der Begründung vorgeschlagen, damit solle ein Leistungsanreiz durch die Beteiligung am Unternehmenserfolg geschaffen werden.Die Kleinaktionäre kritisierten dagegen die Anbindung des Wandlungspreises für den Umtausch der Anleihen in Daimler-Benz-Aktien an den Aktienkurs des Unternehmens.Sie schlugen vor, den Wandlungspreis an einen Index wie etwa den Deutschen Aktien-Index (Dax) zu koppeln.Der Würzburger Betriebswirtschaftsprofessor Ekkehard Wenger sprach sogar von einem dreisten Griff in die Taschen der Aktionäre.

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