Wirtschaft : Annäherung im Tarifstreit bei der Bahn

Frankfurt am Main - Im Tarifstreit für die mehr als 140 000 Beschäftigten der Deutschen Bahn haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaften am Freitagabend angenähert. Der Arbeitgeber habe ein neues Angebot vorgelegt, das Grundlage für weitere Gespräche sei, sagte der Vorsitzende der größten Gewerkschaft Transnet, Alexander Kirchner, in Frankfurt am Main. Zuvor hatten die Arbeitnehmervertreter noch mit neuen Warnstreiks gedroht.

Der inzwischen vierte Vorschlag des Arbeitgebers sehe gestaffelte Einkommenserhöhungen in Höhe von insgesamt 4,5 Prozent bei 18 Monaten Laufzeit vor. „Unsere Beharrlichkeit und der Warnstreik haben sich gelohnt“, sagte Kirchner bei der Präsentation der neuen Verhandlungsgrundlage. Das neue Angebot sei deutlich besser als die bisherigen. Das Angebot werde nun geprüft, an diesem Samstagmorgen werde weiterverhandelt.

Die Forderung der Bahn, die Tarifsteigerung an die Gewinnentwicklung des Konzerns zu koppeln, ist vom Tisch. Auch bei den Arbeitszeitregelungen sei die Bahn den Gewerkschaften entgegen gekommen. Konkret bietet sie nun laut Transnet eine lineare Einkommenserhöhung von 2,0 Prozent zum 1. Februar. Im Dezember solle eine Einmalzahlung von 400 Euro folgen. Ab 2010 würden die Gehälter nochmals um 2,5 Prozent erhöht.

Bei der Bahn verhandeln Transnet und GDBA für 130 000 Mitarbeiter. Die Lokführergewerkschaft GDL verhandelt parallel für mehr als 10 000 Lokführer. Auch ihr wurde ein neues Angebot vorgelegt. Am vergangenen Donnerstag hatten Transnet und GDBA kleinere Warnstreiks organisiert. Sie waren mit der Forderung nach zehn Prozent mehr Geld und bessere Einsatzplanungen in die Verhandlungen gegangen. dpa

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