Wirtschaft : Anspruch auf Bafög schnell klären Neue Regeln: Antragsfrist endet am 31. Oktober

Berlin - Beim Bafög gelten ab sofort neue Freibeträge und eine neue Altersgrenze im Masterstudium. Dadurch können auch Studenten Geld erhalten, die bisher keine Förderung bekamen. Sie sollten erneut prüfen lassen, ob ihnen die staatliche Unterstützung zusteht, rät Christian Gröger vom Amt für Ausbildungsförderung des Studentenwerks Berlin.

„Ein Masterstudent zum Beispiel, der im vergangenen Jahr aus Altersgründen abgelehnt wurde, kann durch die Anhebung der Grenze auf 35 Jahre jetzt einen Anspruch haben“, erläutert Gröger. Auch durch die erhöhten Freibeträge für das Einkommen der Eltern gebe es nun ein „breiteres Anspruchsspektrum“.

Studenten müssen auf die Änderungen aber schnell reagieren, um ihre Ansprüche zu sichern. Denn gezahlt wird erst ab dem Monat, in dem der Antrag gestellt wird, sagt Gröger. „Studenten müssen ihn also bis zum 31. Oktober um 23.59 Uhr bei uns in den Briefkasten werfen, damit sie rückwirkend ab dem 1. Oktober gefördert werden können.“ Wer zu spät kommt und seinen Antrag erst im November abgibt, verschenkt womöglich eine Monatsrate. „Um die Frist zu wahren, reicht es aber aus, zunächst einen formlosen Antrag zu stellen und die Unterlagen nachzureichen.“

Den Änderungen beim Bafög stimmte der Bundesrat am Freitag in Berlin zu. Die Ausbildungsförderung steigt damit rückwirkend zum 1. Oktober um durchschnittlich zwei Prozent oder 13 Euro im Monat. Der Höchstsatz steigt von 648 auf 670 Euro im Monat. Außerdem erhöhen sich die Elternfreibeträge um drei Prozent auf 1605 Euro, und das Höchstalter für die Förderung im Masterstudium wird auf 35 Jahre heraufgesetzt. dpa

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