AOK : Versicherte sollen Ärzte bewerten

Der nächste Konflikt ist programmiert: Das Arzt-Bewertungsportal AOK-Arzt-Navigator soll noch im Laufe des Jahres starten. Es soll dabei helfen, die Qualität der Behandlungen zu verbessern.

Das Arzt-Bewertungsportal AOK-Arzt-Navigator soll noch im Laufe des Jahres starten. Es soll dabei helfen, die Qualität der Behandlungen zu verbessern. Die Kriterien für die Bewertung würden zusammen mit Medizinern entwickelt. Freigeschaltet wird erst, wenn mehrere Bewertungen vorliegen. Einen möglichen Konflikt mit den Ärzten nimmt die Gesetzliche Krankenkasse in Kauf. Er erwarte einen "Aufschrei" der Mediziner, sagte der Vize-Vorsitzende des AOK-Bundesverbands, Jürgen Graalmann.

Zum AOK-Standard solle bundesweit ein telefonisches Angebot der AOK Rheinland/Hamburg werden, mit dem die Versicherten innerhalb von drei Tagen einen Arzttermin bekommen sollten.

Seit Juni sind Rabattverträge in Kraft, die die Ortskrankenkassen mit 22 Unternehmen zu 63 Wirkstoffen abgeschlossen haben. Danach sind Apotheker verpflichtet, an AOK-Versicherte ein Medikament nur noch von dem Unternehmen auszugeben, mit dem die Ortskrankenkassen zuvor eine solche Vereinbarung geschlossen haben. Die AOK erhält diese preisgünstiger.

Trotz Wirtschaftskrise und Ausgabenzuwächsen hat die AOK-Gemeinschaft das erste Quartal 2009 mit einem Überschuss von 538 Millionen Euro abgeschlossen. Zu dem Ergebnis trugen zahlreiche Sondereffekte bei. Aufs Gesamtjahr gesehen rechnet die AOK mit einem ausgeglichenen Ergebnis. Damit blieben den Versicherten Zusatzbeiträge erspart. 

ZEIT ONLINE, sp, dpa, Reuters

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben