Wirtschaft : AOL: Provider unterliegt im Streit um Musik-Raubkopien

Nach der US-Musiktauschbörse Napster ist nun auch der weltweit größte Internet-Provider AOL im Streit um illegale Raubkopien von Musiktiteln vor Gericht unterlegen. Das Münchner Oberlandesgericht verurteilte AOL zu Schadenersatz, weil der Anbieter in seinem Musik-Forum Nutzern das kostenlose Herunterladen von Musiktiteln ermöglicht hatte. Die in das Programm eingebauten Hinweise an die AOL-Mitglieder, nur nicht urheberrechtlich geschützte Daten dürften geladen werden, reiche nicht aus, heißt es in der Urteilsbegründung. Die Höhe des Schadenersatzes steht noch nicht fest. Das Gericht bestätigte mit seinem Spruch im Wesentlichen ein Urteil des Münchner Landgerichts von vor einem Jahr. AOL wollte sich am Freitag zu dem Urteil nicht äußern, da die Urteilsbegründung dem Unternehmen noch nicht vorliege. "Wir werden aber unter Umständen bis vor den Bundesgerichtshof gehen", sagte AOL-Sprecher Stefan Michalk. Nach Auffassung des Unternehmens wiederspreche die Entscheidung den Bestimmungen des Teledienstegesetzes. (Az.:29 U 3282/00)

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