Wirtschaft : Apollo schielt nach der Konkurrenz

Optiker will Krane kaufen und Fielmann überholen

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Hamburg - Die zu Edeka gehörende AVA will sich vom Optikerfilialisten Krane Optik trennen. Als Käufer ist der zweitgrößte deutsche Filialist Apollo Optik aus Schwabach im Gespräch, heißt es in Firmenkreisen. Bei einer Übernahme würde Apollo auf einen Schlag in Deutschland die Zahl seiner Filialen um rund 90 auf 540 ausbauen und damit den Hamburger Marktführer Fielmann überrunden. Europas größte Optikerkette besitzt derzeit 482 Geschäfte.

Die Schwabacher Firma liefert sich seit Jahren mit Fielmann beim Filialausbau ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen. So hatte Apollo Optik Ende 2004 den Konkurrenten Synoptik geschluckt und war damit bereits nah an Fielmann herangerückt. Apollo Optik will sich zu den Marktspekulationen aber nicht äußern. Krane Optik ist nach Fielmann und Apollo der drittgrößte Brillenfilialist in Deutschland. Die Gesellschaft setzte 2005 mit rund 640 Mitarbeiter mehr als 50 Millionen Euro um.

Auch Analysten halten einen Einstieg von Apollo für denkbar. „Apollo kommt als möglicher Käufer von Krane durchaus in Frage", meint Thilo Kleinbauer von der Privatbank M.M. Warburg. Doch Fielmann ist nicht untätig: Die Firma will die Zahl der Filialen mittelfristig in Deutschland um 120 bis 140 ausweiten. An einer Übernahme von Krane ist Fielmann aber nicht interessiert, wie Vorstandschef Günther Fielmann sagt. Grund hierfür ist, dass sich ein großer Teil der Krane-Filialen mit den eigenen überschneiden würde. lip/HB

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