Apple-Chef : Cook wehrt sich gegen Arroganz-Vorwurf chinesischer Medien

Die Kunden auf Apples zweitwichtigstem Markt fühlten sich schlecht behandelt. Apple-Chef Cook versucht in China Schadensbegrenzung.

In China pflegt Apple ein schwieriges Verhältnis zu seinen Kunden - behaupten jedenfalls die staatlichen Medien dort.
In China pflegt Apple ein schwieriges Verhältnis zu seinen Kunden - behaupten jedenfalls die staatlichen Medien dort.Foto: dpa

Nach heftiger Kritik in China über schlechte Behandlung chinesischer Kunden und unzureichende Garantiezeiten hat sich Apple-Chef Tim Cook entschuldigt. Ein „Mangel an Kommunikation“ habe den Eindruck erweckt, dass sein Unternehmen „arrogant“ sei und die Meinung seiner Kunden nicht zu schätzen wisse, räumte Cook in einem chinesischen Schreiben auf der Webseite ein.

„Wir entschuldigen uns aufrichtig für Besorgnisse oder Missverständnisse, die dadurch bei den Kunden entstanden sind.“ China ist nach den USA der zweitgrößte Markt weltweit für den Konzern.

Der Apple-Chef ordnete eine Verlängerung der Garantiezeiten bei der Reparatur eines iPhone 4 und 4S in China um ein weiteres Jahr an. Auch erließ Cook kulantere Regelungen für den Ersatz beschädigter Geräte. Während früher nur Teile ersetzt wurden, sollen Kunden heute ein neues iPhone bekommen können, wie aus dem Schreiben hervorgeht. Der Kundenservice in China soll stärker beaufsichtigt und das Personal der Apple-Händler besser geschult werden.

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In einer ersten Reaktion auf die Entschuldigung sprach die chinesische Zeitung „Global Times“ am Dienstag von „einem Schritt in die richtige Richtung“. Kunden dürften ihn willkommen heißen. Zuvor hatte die chinesische Verbrauchervereinigung (CCA) das Unternehmen aufgefordert, seine Garantie-Regelungen in China zu verbessern.

Die Welle der Empörung in China hatte Mitte März begonnen, als ein Bericht des Staatsfernsehens CCTV zum Weltverbrauchertag den Handy- und Computerkonzern wegen Mängeln im Kundenservice angegriffen hatte. Während Apple nicht umgehend auf die Vorwürfe reagierte, verschärften andere Staatsmedien die Kritik noch und riefen damit auch die Aufsichtsbehörden auf den Plan. Das kommunistische Parteiorgan „Volkszeitung“ schrieb in einem Kommentar sogar, die „unvergleichliche Arroganz“ von Apple bezwingen zu wollen.

„Wir haben China immer respektiert und chinesische Kunden haben bei unseren Prioritäten immer Vorrang“, schrieb Apple-Chef Cook in seiner Entschuldigung. (dpa)

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