Wirtschaft : Apple-Chef verzichtet auf ein Vermögen

Cupertino - Apple-Chef Tim Cook verzichtet auf Vergütungen in Höhe von 75 Millionen Dollar, rund 57 Millionen Euro, die ihm in den kommenden Jahren zustünden. Wie das Unternehmen mitteilte, bat Cook seinen Arbeitgeber darum, ihn von einem vor kurzem aufgelegten Vergütungsprogramm auszunehmen, das es Beschäftigten ermöglicht, an den Ausschüttungen für die Aktionäre teilzuhaben. „Auf eigenen Wunsch hin“ werde er als einziger Mitarbeiter nicht berücksichtigt, hieß es in der Börsenmitteilung.

Der erfolgreiche iPhone- und iPad-Hersteller wird ab dem Sommer zum wiederholten Mal eine Dividende von 2,65 Dollar im Quartal zahlen. Von dieser Ausschüttung sollen nach dem Willen des Managements neben den Aktionären auch Mitarbeiter profitieren, denen als Teil ihres Gehalts Apple-Aktien versprochen wurden – sogenannte Restricted Stock Units. Diese Aktien werden zwar erst in einigen Jahren tatsächlich übertragen. Die Dividende soll jedoch schon jetzt fließen – ein unübliches Vorgehen,

Cook, der im August die Nachfolge des im Herbst gestorbenen Apple-Mitgründer Steve Jobs übernommen hatte, hat Anspruch auf mehr als eine Million Apple- Aktien, die ihm bei seinem Amtsantritt zugesprochen wurden. Die Hälfte davon wird im Jahr 2016 zuteilungsreif, die andere im Jahr 2021. Ihr Wert beträgt derzeit 636 Millionen Dollar.

Vor seinem Wechsel auf den Chefposten war Cook bei Apple fürs Tagesgeschäft zuständig und vertrat über Monate den an Krebs erkrankten Steve Jobs. Kurz vor Jobs’ Tod im Oktober vergangenen Jahres hatte er endgültig das Ruder des Konzerns übernommen. Zu den Gründen für den Verzicht wollte sich das Unternehmen auf Anfrage nicht äußern. dpa

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