Apple und IBM : Konzerne wollen gemeinsam Apps entwickeln

Aus Konkurrenten werden Partner: Die US-Konzerne Apple und IBM wollen künftig zusammen neue Anwendungen für iPhone und iPad entwickeln.

Sollen den Deal ausgehandelt haben: IBM-Chefin Ginni Rometty und Apple-Boss Tim Cook.
Sollen den Deal ausgehandelt haben: IBM-Chefin Ginni Rometty und Apple-Boss Tim Cook.Foto: dpa

Jahrzehntelang waren sie in tiefer Feindschaft verbunden, nun hat Apple mit seinem einstigen Konkurrenten IBM eine Partnerschaft geschmiedet: Die US-Technologiekonzerne gaben am Dienstag bekannt, gemeinsam Anwendungen für das iPhone und das iPad entwickeln zu wollen, um neue Kunden auf dem Unternehmensmarkt zu gewinnen. Die Zusammenarbeit ist vor allem für Apple lukrativ, um auf dem Markt der Geschäftskunden Fuß zu fassen.

Neue Apps sollen auf Industriekunden zugeschnitten sein

Apple und IBM sprachen in einer gemeinsamen Mitteilung von einer "wegweisenden Partnerschaft". Diese solle die Art, wie Arbeit erledigt werde, neu definieren. Die Unternehmen wollen demnach mehr als hundert auf die Bedürfnisse von Industriekunden zugeschnittene Anwendungen entwickeln, die auf den mobilen Apple-Geräten laufen und zugleich auch auf die Sicherheit, die Datenanalyse und die Cloud-Dienste von IBM setzen. Die Geräte werden dann auch von IBM verkauft.

Die Aktienkurse beider Unternehmen legten zu

Die Zusammenarbeit eröffne Apple "eine große Möglichkeit" auf dem Markt der Geschäftskunden, erklärte Konzernchef Tim Cook. Nach Angaben der Internetseite Re/code fädelten er und IBM-Chefin Ginni Rometty die Partnerschaft in den vergangenen Monaten bei mehreren Gesprächen ein. Beide Unternehmen ergänzten sich wie Puzzle-Teile, sagte Cook der Website. Auch die Anleger teilten diese Ansicht offenbar: Nach Bekanntgabe der Partnerschaften legten die Aktienkurse beider Unternehmen im nachbörslichen Handel zu.

Analysten sehen die Kooperation kritisch

Analysten reagierten aber verhalten. Apple habe sich bisher auf dem Unternehmensmarkt nicht gut positioniert, deshalb ergebe der Schulterschluss mit IBM "so viel Sinn", sagte Analyst Jeff Kagan. Während der Konkurrenzkampf um Privatkunden immer stärker werde, habe Apple bei Geschäftskunden die Möglichkeit anzugreifen, urteilten die Experten von Barclays in einer Mitteilung. Blackberry verliere derzeit an Boden und Samsung habe es schwer, sich in diesem Segment zu positionieren. AFP

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