Wirtschaft : Aqua Butzke-Werke in Festlaune

BERLIN (olm).Trotz anhaltender Konjunkturschwäche in der Bauwirtschaft rechnet die Berliner Aqua Butzke-Werke AG mit einem positiven Geschäftsverlauf.Im ersten Halbjahr verzeichnete der Hersteller von Spezialarmaturen und Wassermanagementsystemen einen Zuwachs im Netto-Außenumsatz von 11,3 Prozent auf 26,5 Mill.DM.Der Vorstandsvorsitzende Joachim Rennau hofft, im Jubiläumsjahr diesen Wachstumstrend halten zu können.

Als Metallwaren- und Lampenfabrik 1873 in Kreuzberg gegründet, hielt sich die Firma über 125 Jahre erfolgreich am Markt.Einschneidende Veränderungen gab es 1989 mit der Übernahme der Aktienmehrheit durch DAL und die Eingliederung in die Rost-Gruppe.Einige Jahre später ging die Aktienmehrheit an die Friedrich Grohe AG über.Mit einem Jahresumsatz von zuletzt 1,2 Mrd.verfügt der westdeutsche Metallverarbeiter über ein breit gefächertes Vertriebsnetz, das von den Butzke-Werken intensiv genutzt wird.Dem Jubiläumsjahr vorausgegangen war 1997 der Standortwechsel ins brandenburgische Ludwigsfelde.

Bei der Jubiläumsfeier am Montag erläuterte Rennau die mit dem Umzug in das 41 Mill.DM teure Werk verbundene neue Konzeption des Unternehmens.Um dem Preisdruck zu begegnen, konzentriere man sich nun auf innovative Technologien.Firmengründer Friedrich Butzke hatte ursprünglich mit Toilettenspülungen begonnen und schon um die Jahrhundertwende 40 Patente entwickelt.Heute gehören die elektrolytische und die UV-Trinkwasserbehandlung zu den Geschäftsfeldern mit den besten Zukunftsaussichten.Auch der Export in die europäischen Nachbarstaaten soll für mehr Wachstum sorgen.Der Exportanteil erhöhte sich im ersten Halbjahr auf 12 Prozent.Den Investitionen bei Forschung und Entwicklung will Rennau auch künftig Vorrang einräumen.Nach dem Bauabschluß in Ludwigsfelde gelte das Jubiläumsjahr 1998 allerdings als Jahr der Konsolidierung.Das Unternehmen beschäftigt 250 Mitarbeiter.

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