Wirtschaft : Aquila findet neuen Investor Flugzeugproduzent in Brandenburg gerettet

Berlin - Drei Jahre nach der Insolvenz konnte die Sanierung des brandenburgischen Flugzeugherstellers Aquila erfolgreich abgeschlossen werden. Am Mittwoch wurde das am Flugplatz Schönhagen (Landkreis Teltow-Fläming) ansässige Unternehmen seinen neuen Besitzern übergeben. Insolvenzverwalter Bruno M. Kübler war es gelungen, 36 der ursprünglich 44 Arbeitsplätze zu erhalten. Die Fertigungszeiten wurden halbiert, die Produktionszahl des auch international erfolgreichen Kleinflugzeugs A 210 wurde verdoppelt. Im vergangenen Jahr wurden 17 Maschinen ausgeliefert. Bei einem Umsatz von knapp drei Millionen Euro schrieb das Unternehmen schwarze Zahlen.

Jetzt hat eine Investorengruppe die Firma für einen nicht näher bezifferten siebenstelligen Betrag übernommen. Sie firmiert künftig als Aktiengesellschaft unter dem Namen Aquila Aviation by Excellence AG. Hauptaktionär und Aufsichtsratschef ist Mohamad R. Amar, der als Projektentwickler im Anlagenbau in Frankfurt am Main ansässig ist. Als Vorstand und CEO fungiert der Bad Sodener Unternehmensberater Detlev Baumert.

Man werde einen weiteren Millionenbetrag in den Ausbau des Unternehmens investieren, kündigte Baumert an. Vorgesehen sei, die Belegschaft kurzfristig auf circa 40 Mitarbeiter aufzustocken und die Jahresproduktion binnen drei Jahren auf etwa 30 Flugzeuge zu steigern.

Die bisher überwiegend von Privatpiloten, Flugschulen und Luftsportvereinen eingesetzte, zweisitzige S 210 soll künftig auch mit einem stärkeren Motor zum Schlepp von Segelflugzeugen angeboten werden. Beim Vertrieb will man sich zunächst auf Mitteleuropa und Großbritannien konzentrieren, denkt aber mittelfristig auch an einen Schritt auf den nordamerikanischen Markt. Die S 210 war Mitte der 90er Jahre von drei ehemaligen Studenten der Technischen Universität entwickelt worden. du-

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben