Wirtschaft : Arbeit in Deutschland bleibt teuer

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Frankfurt am Main/Wiesbaden Arbeit in Deutschland bleibt im Vergleich der EU-Staaten gemessen an den Kosten je Arbeitsstunde teuer. „Die Steigerungsraten sind moderat, aber das Niveau der Arbeitskosten in Deutschland ist nach wie vor sehr hoch“, sagte der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Johann Hahlen, am Donnerstag bei der Vorstellung des neuen Arbeitskostenindex der Behörde. Der Index, den das Amt künftig vierteljährlich vorlegen will, ist einer der wichtigsten Konjunkturindikatoren.

In Deutschland stiegen die Arbeitskosten je geleistete Stunde im Produzierenden Gewerbe und in Dienstleistungsbereichen wie Handel und Versicherungsgewerbe im ersten Quartal 2005 kalenderbereinigt um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Gegenüber dem Schlussquartal 2004 betrug der Anstieg saison- und kalenderbereinigt 0,7 Prozent. In absoluten Zahlen, die die europäische Statistikbehörde Eurostat zuletzt für das Jahr 2000 erhob, gehörte Deutschland mit rund 26 Euro pro Stunde gemessen an den Arbeitskosten zu den teuersten Ländern in der Europäischen Union, am Ende der Skala rangierten Portugal (8,13 Euro), Griechenland (10,40) und Spanien (14,22). 2004 jedoch hatte Deutschland laut Hahlen verglichen mit den anderen 24 EU-Staaten die „mit Abstand“ geringste Steigerung bei den Arbeitskosten zu verzeichnen. dpa

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