Wirtschaft : Arbeitgeber reagieren gelassen

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Die Nominierung von Jürgen Peters zum künftigen Vorsitzenden der IG Metall hat unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Während der Arbeitgeberverband Gesamtmetall die Gewerkschaft zur Zusammenarbeit aufrief, befürchten Gewerkschaftsforscher eine Verhärtung der Fronten. GesamtmetallPräsident Martin Kannegiesser sagte in einer Stellungnahme zur überraschenden Nominierung von Peters, die Arbeitgeber wünschten sich eine kraftvolle IG Metall, die aber gleichzeitig offen sei für Neues.

Peters war am Dienstagabend vom Gesamtvorstand der IG Metall als Nachfolger für den im Oktober aus Altersgründen ausscheidenden Gewerkschaftschef Klaus Zwickel nominiert worden. Im Gegensatz zu der eher zurückhaltenden und neutralen Stellungnahme der Arbeitgeber äußerte der Berliner Gewerkschaftsforscher Hans-Peter Müller die Einschätzung, dass mit der Nominierung von Peters die Konflikte zunehmen dürften. „Die Entscheidung ist ein klares Bekenntnis der IG Metall, sich dem Modernisierungskurs zu verweigern und auf Konflikt zu setzen“, sagte Müller. Peters werde seine Nominierung auch dazu nutzen, „Krach“ gegen die von der rot-grünen Regierung geplanten Sozialreformen zu schüren. Tsp

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