Wirtschaft : Arbeitgeber streiten über Mindestlöhne am Bau

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(dpa). Rund zwei Wochen vor dem Start höherer Mindestlöhne für BauFacharbeiter ist unter den Arbeitgebern Streit über die Folgen für die neuen Länder entbrannt. Der Zweckverbund Ostdeutscher Bauverbände beklagte am Mittwoch in Berlin, mit der Einführung zum 1. September würden rund 57 000 Arbeitsplätze bedroht. Die Existenz etlicher mittelständischer Betriebe sei in Gefahr. Die IG Bau und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie halten den Mindestlohn für notwendig, um nach der EU- Osterweiterung einen fairen Wettbewerb zu garantieren. Er beträgt 10,01 Euro im Osten und 12,47 Euro im Westen sowie in Berlin. Beschlossen wurde außerdem, dass der bereits bisher geltende Mindestlohn für die unterste Lohnstufe zum 1. September im Osten von 8,75 Euro auf 8,95 Euro und im Westen von 10,12 Euro auf 10,36 Euro pro Stunde angehoben wird. Das Bundesarbeitsministerium hat die Tarifregelung für allgemeinverbindlich erklärt, womit sie auch für nicht tarifgebundene und ausländische Firmen gilt.

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