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Arbeitgeberpräsident im Interview : "Bildung ist ein Thema für Sonntagsreden"

Die Arbeitgeber klagen über Wissenslücken der Auszubildenden, in Kitas und Schulden fehlen Erzieher und Lehrer. Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer sagt im Tagesspiegel-Interview, was sich bei Bildung und Arbeitszeit ändern muss.

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Abeitgeberpräsident Ingo Kramer führt die BDA seit Herbst 2013.
Abeitgeberpräsident Ingo Kramer führt die BDA seit Herbst 2013.Foto: Mike Wolff

Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, fordert mehr Geld für Kitas und Schulen. "Die Aufgabe muss sein, den 15 bis 20 Prozent der Jugendlichen, die Probleme haben, ins Arbeitsleben zu kommen, Türen zu öffnen. Wir brauchen dazu auch mehr Geld, das Bildungssystem ist unterfinanziert", sagte Kramer dem Tagesspiegel. Doch in der Politik gebe es keine Unterstützung für diese Thema. "Bildung ist vor allem ein Thema für Sonntagsreden. Mit Bildung kann man sich nicht brüsten", kritisierte der Arbeitgebepräsident.

Gegenüber Schulen und Lehrern sei "die Einstellung in unserer Gesellschaft nicht der Bedeutung dieser Institutionen angemessen. Es fehlt mir da an Empathie." Ferner sei nur schwer erträglich, "wenn die Lehrer in der fünften oder sechsten Klasse bemerken, dass es schwierig wird mit dem Hauptschulabschluss, und sie sich nicht richtig kümmern können. Also brauchen wir mehr Personal in den Schulen", sagte Kramer dem Tagesspiegel.

Das vollständige Interview im Wortlaut lesen Sie in der Dienstagausgabe des Tagesspiegels.

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