Wirtschaft : Arbeitnehmer sind seltener krank Angst vor Arbeitsplatzverlust

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(dpa). Die krankheitsbedingten Fehlzeiten in den Betrieben sind in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gefallen. Zwischen Januar und September fehlten Beschäftigte aus Krankheitsgründen im Schnitt an knapp sechs Werktagen.

Das Sozialministerium bestätigte am Dienstag Angaben der Tageszeitung „Die Welt“, wonach Arbeitnehmer in den ersten neun Monaten aus Krankheitsgründen durchschnittlich 3,58 Prozent der Sollarbeitszeit fehlten. Dies entspreche 5,8 Arbeitstagen und bedeute einen Rückgang um 11,2 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Insgesamt habe der Krankenstand im Jahresdurchschnitt 2002 bei 4,02 Prozent gelegen.

Arbeitsmarktexperten nennen als wichtigste Gründe die schwache Konjunktur und die Angst der Arbeitnehmer, in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit im Krankheitsfall den Job zu verlieren. Von der Politik wird der Rückgang vor allem auf den Strukturwandel zurückgeführt. So sinke der Arbeiteranteil in Industrie und Bauwesen, wo schwere körperliche Arbeit zu verrichten ist und überdurchschnittlich hohe Krankenstände registriert werden. Die Beschäftigung im Dienstleistungsbereich steige dagegen.

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