Wirtschaft : Arbeitnehmer verdienen 1000 DM mehr als vor sieben Jahren

Die Einkommen der Arbeitnehmer in Deutschland sind im jüngsten Jahresvergleich spürbar gestiegen. Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst erhöhte sich von April 1998 bis April dieses Jahres um nahezu zweieinhalb Prozent, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Die voll beschäftigten Arbeitnehmer in der Industrie verdienten im April dieses Jahres 5236 DM. Das waren 2,4 Prozent mehr als im Vergleichsmonat 1998. Laut Statistik ergab sich für West-Deutschland ein durchschnittlicher Verdienstzuwachs um 2,3 Prozent auf 5350 DM. In Ost-Deutschland erhöhten sich die Löhne und Gehälter auf wesentlich niedrigerem Niveau um lediglich 2,1 Prozent auf 3914 DM.

Zugleich verzeichneten die Statistiker im gesamten Bundesgebiet einen Rückgang der bezahlten Arbeitszeit um 0,5 Prozent. Dieser Faktor trug ebenso wie die geringeren Bruttostundenlöhne dazu bei, dass sich die Gehälter der Angestellten durchschnittlich auf 6639 DM erhöhten und so mit einem Zuwachs von 2,7 Prozent wesentlich stärker stiegen als die Löhne der Arbeiter, die um lediglich 1,9 Prozent auf 4470 DM zulegten.

Im Vergleich der Geschlechter hatten beim Verdienstzuwachs nach Angaben des Amtes wie in den vergangenen Jahren auch die Frauen die Nase vorn. Die Löhne und Gehälter der Arbeitnehmerinnen stiegen von April zu April um 3,0 Prozent, die der Männer nur um 2,3 Prozent.

Stärker noch als im produzierenden Gewerbe stiegen die Gehälter im Handel sowie im Kredit- und Versicherungsgewerbe. Sie legten um 3,3 Prozent auf 4946 DM zu.

Noch vor sieben Jahren lagen die Bruttolöhne und -gehälter in Deutschland um durchschnittlich rund 1000 DM niedriger. Im Jahr 1992, dem Jahr der ersten aussagekräftigen Statistik im vereinten Deutschland, verdiente der Durchschnittsarbeitnehmer im Monat 4185 DM.

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