Wirtschaft : Arbeitsämter stellen 1000 Leute ein ABM wird nicht zeitlich begrenzt

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 Nürnberg (dpa). Mit einer Vermittlungsoffensive der Arbeitsämter will die Bundesanstalt für Arbeit (BA) die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit senken. Jobsucher sollen künftig im Schnitt nur noch 32 statt 33 Wochen arbeitslos sein, kündigte der BAVorstand am Donnerstag in Nürnberg an. Auf diese Weise ließen sich allein im Jahr 2003 rund 700 Millionen Euro einsparen, sagte Vorstandsmitglied Heinrich Alt bei der Vorlage der geschäftspolitischen Ziele der BA für das Jahr 2003. Im Rahmen der Vermittlungsoffensive sollen nach Angaben von BA-Vorstandschef Florian Gerster rund 1000 zusätzliche Kräfte eingestellt werden. Innerhalb der Arbeitsämter sollen weitere 1000 Mitarbeiter in die Vermittlungsabteilungen versetzt werden. Die Zahl der Arbeitsvermittler steige damit auf 12500. Die zusätzlichen Kräfte würden für beschränkte Zeit aus Mitteln der aktiven Arbeitsmarktpolitik bezahlt. Bei einem prognostizierten Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent erwartet der Vorstand der BA für das Jahr 2003 eine durchschnittliche Arbeitslosigkeit von 4,14 Millionen. Strittig war bei einer gemeinsamen Sitzung von BA-Vorstand und Verwaltungsrat am Donnerstag dem Vernehmen nach die künftige Bedeutung der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM). Pläne der BA-Führung, die Dauer der ABM-Maßnahmen auf sechs Monate zu begrenzen, sei nach Intervention des Verwaltungsrats fallen gelassen worden, hieß es.

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