Arbeitskampf : Lufthansa-Mitarbeiter beginnen Urabstimmung

Um ihrer Forderung nach 15 Prozent mehr Geld Nachdruck zu verleihen, stimmen die Flugbegleiter der Lufthansa nun über einen unbefristeten Arbeitskampf ab. Doch noch während der zweiwöchigen Stimmabgabe könnte es bei der Fluglinie zu weiteren Warnstreiks kommen.

Tegel Warnstreik Foto: ddp
Flugbegleiter der Lufthansa haben in den vergangenen Wochen bereits mit Warnstreiks auf sich aufmerksam gemacht. -Foto: ddp

Frankfurt/Main Über einen Streik bei der Lufthansa stimmen seit Montag die Flugbegleiter der Gesellschaft ab. Am Morgen begann die Urabstimmung, wie die Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (Ufo) in Mörfelden-Walldorf bei Frankfurt mitteilte. Die Gewerkschaft hat nach eigenen Angaben rund 70 Prozent der 16.000 Stewards und Stewardessen bei der Lufthansa organisiert.

In den vergangenen Wochen hatten bereits zwei Warnstreiks stattgefunden. Die Verhandlungen für das Kabinenpersonal waren am Dienstag vergangener Woche nach der fünften Runde abgebrochen worden. Ufo will nach früheren Angaben Einkommenserhöhungen von zusammen 15 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten durchsetzen. Die Lufthansa hatte ein Paket von rund zehn Prozent mehr Geld einschließlich einer Ergebnisbeteiligung bei 14 Monaten Laufzeit vorgelegt. Beide Seiten hatten nach dem Scheitern erklärt, sie hätten jeweils Kompromissbereitschaft erkennen lassen. Die Lufthansa forderte Ufo auf, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Das Ende der Urabstimmung ist für den 9. März vorgesehen. Bei einer Zustimmung von 70 Prozent könnte dann ein unbefristeter Arbeitskampf beginnen. Ob es bis dahin zu weiteren Warnstreiks komme, sei noch nicht klar, sagte Ufo-Verhandlungsführer Joachim Müller. In der Belegschaft gebe es viele Stimmen, die sich für Aktionen aussprächen. (sf/dpa)

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