Arbeitslose : Wirtschaftsabschwung lässt Jobmarkt kalt

Konjunkturdelle, Finanzmarktkrise, dramatische Verluste an der Börse - die Wirtschaftsmeldungen geben derzeit wenig Anlass zum Optimismus. Doch am Arbeitsmarkt geht der Aufschwung weiter - noch.

NürnbergDie Erholung am deutschen Arbeitsmarkt geht auch auf dem bisherigen Höhepunkt der Finanzmarktkrise weiter. Im September sank die Zahl der Arbeitslosen um 115.000 auf 3,081 Millionen. Das sind 463.000 weniger als vor einem Jahr, wie die die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg berichtet. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,2 Punkte auf 7,4 Prozent ab. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 8,5 Prozent gelegen.

BA-Chef Frank-Jürgen Weise sagte, von der Abschwächung der konjunkturellen Dynamik und den Turbulenzen an den Finanzmärkten zeige sich der Arbeitsmarkt bisher unbeeindruckt. "Die Arbeitslosigkeit geht zurück. Die Beschäftigung ist weiter gewachsen". Die Nachfrage nach Arbeitskräften bewege sich weiterhin auf hohem Niveau. Experten sehen allerdings ein Ende des Aufschwungs am Arbeitsmarkt.

Mehr Erwerbstätige im August

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen im August um 94.000 auf 40,4 Millionen gestiegen, wie die Bundesagentur weiter mitteilt. Gegenüber dem Vorjahr habe die Erwerbstätigkeit um 545.000 zugenommen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Juli nach Berechnungen der Bundesagentur für Arbeit bei 27,4 Millionen. Verglichen mit dem Vorjahr ist das ein Zuwachs von 586.000. Dabei entfalle deutlich mehr als die Hälfte des Beschäftigungszuwachses auf sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen. Die Beschäftigung sei in allen Bundesländern gestiegen.

Im Westen sank die Zahl der Arbeitslosen im September um 67.000 auf 2,042 Millionen. In Ostdeutschland verringerte sie sich um 48.000 auf 1,039 Millionen. Saisonbereinigt ging die Arbeitslosenzahl in Deutschland im September um 29.000 auf 3,177 Millionen zurück. Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 11.000 ab, im Osten ging sie um 18.000 zurück. (sf/dpa)

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