Arbeitsmarkt : Arbeitslosenzahl sinkt auf 2,662 Millionen

Die Zahl der Jobsucher sinkt deutlicher als irgendwann sonst in einem März. Und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern ist weiterhin hoch.

Der Arbeitsmarkt in Deutschland entspannt sich weiter.
Der Arbeitsmarkt in Deutschland entspannt sich weiter.Foto: dpa


Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im März um 100 000 auf 2,662 Millionen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr waren es sogar 183 000 Erwerbslose weniger, wie die Bundesagentur für Arbeit am Freitag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosigkeit ging damit deutlich stärker zurück als im Schnitt der vergangenen drei Jahre und erreichte den niedrigsten Wert in einem März seit 1991. Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 Punkte auf 6,0 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin günstig“, sagte der designierte BA-Vorstandschef Detlef Scheele. Mit dem Einsetzen der Frühjahrsbelebung sei die Zahl der Arbeitslosen deutlich gesunken, das Beschäftigungswachstum halte unvermindert an und auch die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern sei weiter hoch.

Auch saisonbereinigt gab es einen deutlichen Rückgang. Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Arbeitslosenzahl lag bei 2,556 Millionen. Damit waren saisonbereinigt 30 000 weniger Männer und Frauen ohne Job als im Februar. Im Westen ging die Zahl um 18 000 zurück, im Osten um 12 000.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind gleichzeitig weiter kräftig gewachsen. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Februar im Vergleich zum Vorjahr saisonbereinigt um 50 000 auf 43,63 Millionen.

Der Anstieg geht vor allem auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück: Die Zahl der Menschen mit regulärem Job nahm nach Hochrechnung der BA von Dezember auf Januar saisonbereinigt um 74 000 auf 31,71 Millionen zu. Das waren 743 000 mehr als ein Jahr zuvor. Und die Nachfrage nach Arbeitskräften sei nach wie vor hoch: Im März waren 692 000 offene Stellen bei der BA gemeldet - 57 000 mehr als vor einem Jahr. (dpa)

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