Arbeitsmarkt : Berlin kommt besser durch die Krise

Die Hauptstadt zählt mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte als vor einem Jahr.

Berlin - Der Arbeitsmarkt in Berlin wird von der Krise nicht so stark erwischt wie Deutschland insgesamt. Zwar gab es auch hier im August deutlich mehr Arbeitslose als vor einem Jahr. Doch die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag mit 1,109 Millionen um 27 600 über dem Vorjahr. „Mit dieser Steigerung von 2,6 Prozent liegt die Region 2,7 Prozentpunkte über dem bundesdeutschen Durchschnitt“, heißt es im Monatsbericht der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit.

Gleichzeitig wurden deutlich weniger Arbeitsplätze von den Arbeitsagenturen gefördert. Im vergangenen Monat gab es nur noch 677 Personen in ABM und damit 8707 weniger als vor einem Jahr. Und auch die sogenannten Arbeitsgelegenheiten nach SGB II, zumeist sind das Ein-Euro-Jobs, fielen um 1100 auf 36 080. Einen deutlichen Anstieg gab es dagegen bei der Kurzarbeit. Ende Juni arbeiteten in Berlin 15 500 Beschäftigte kurz, in Brandenburg waren es 24 000.

Die Leiterin der Regionaldirektion, Margit Haupt-Koopmann, erklärte die jüngsten Zahlen für Berlin mit der Urlaubszeit, in der die Betriebe „weniger Personal suchten und einstellten“. In Brandenburg dagegen zeige sich der Arbeitsmarkt „wegen der saisonalen Einstellungen in der Landwirtschaft und im Gastgewerbe weiterhin stabil“. Auf dem Ausbildungsmarkt gibt es noch immer eine Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage. Seit Oktober letzten Jahres meldeten sich bei den Berufsberatungen der Arbeitsagentur in Berlin 19 233 Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz, im August waren davon noch 5800 ohne Lehrstelle. In Brandenburg suchten zuletzt gut 4560 Jugendliche eine Ausbildungsstelle. alf

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