Wirtschaft : Arbeitsmarkt: Checkliste: die häufigsten Fehler der Chefs

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Wer gefeuert wurde, sollte erst einmal einen kühlen Kopf bewahren. Denn die Rechte der Arbeitnehmer, vor ungerechtfertigten Kündigungen geschützt zu werden, sind weitgehend. Außerdem machen viele Arbeitgeber Fehler, von denen die Gekündigten profitieren:

Ist überhaupt eine schriftliche Kündigung zugegangen? Die Schriftform ist inzwischen immer Pflicht, und der Arbeitgeber muss den Zugang des Kündigungsschreibens beweisen können.

War der Aussteller überhaupt zur Kündigung berechtigt? Ein einfacher Sachbearbeiter aus der Personalabteilung kann zum Beispiel nur dann wirksam kündigen, wenn er eine Vollmacht im Original beifügt.

Wurde der Betriebsrat ordnungsgemäß angehört? Der Arbeitgeber muss den Arbeitnehmervertretern die Gründe für die Kündigung mitteilen. Außerdem muss der Betriebsrat vor einer ordentlichen Kündigung eine Woche Zeit haben, eine Stellungnahme abzugeben. Patzt hier der Arbeitgeber, ist die Kündigung unwirksam.

Ist das Kündigungsrecht des Arbeitgebers durch Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder den Arbeitsvertrag eingeschränkt? Wird beispielsweise die Kündigungsfrist falsch berechnet, weil Sondervorschriften nicht beachtet wurden, bleibt die Kündigung zwar wirksam, es besteht aber länger Anspruch auf Gehalt.

Ist das Kündigungsschutzgesetz anwendbar? Wenn ja: Hat der Arbeitgeber den Grundsatz beachtet, dass die Kündigung nur das letzte Mittel sein darf? Gibt es Gründe, die eine Kündigung rechtfertigen? Stimmt die Sozialauswahl?

Gilt möglicherweise ein besonderer Kündigungsschutz? Schwangere können noch zwei Wochen nach der Kündigung den Arbeitgeber über ihren Zustand informieren - maßgeblich für das Kündigungsverbot bleibt allerdings der Beginn der Schwangerschaft (voraussichtlicher Entbindungstermin minus 280 Tage).

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