Wirtschaft : Arbeitsmarkt: "Genug Arbeitsanreize"

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Arbeit für Sozialhilfeempfänger lohnt sich nicht - das beklagen die Arbeitgeber. Die Gewerkschaften bezeichneten dies am Donnerstag als "Populismus". Die DGB-Vize-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer sagte in Berlin, zwischen Sozialhilfe und geringqualifizierter Arbeit gebe es sehr wohl einen großen Lohnabstand. Schon bei einem Stundenlohn von acht Mark verdienten allein stehende Sozialhilfeempfänger mehr, als die derzeitige Hilfe zum Lebensunterhalt. Für 50 bis 60 Prozent der Transfer-Empfänger verbessere sich das Monatseinkommen bei Aufnahme einer Hilfstätigkeit um mindestens 1000 Mark netto. Auch schärfere Sanktionen gegen Arbeitsunwillige seien unnötig. Schon jetzt könne bei Arbeitsverweigerung die Unterstützung gekürzt werden. Dagegen müsse das Risiko, von Sozialhilfe abhängig zu werden, für Singles und allein Erziehende reduziert werden, indem der Staat die Betreuungsangebote für Kinder verbessere.

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