Wirtschaft : Arbeitsplätze bei Mobilcom gerettetUnternehmen erhält Staatsgelder

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Berlin (vis). Der von der Insolvenz bedrohte Mobilfunkanbieter Mobilcom ist vorerst gerettet. „Die Arbeitsplätze wie sie heute bestehen halte ich für gesichert“, sagte Bundeswirtschaftsminister Werner Müller am späten Sonntagabend im Wirtschaftsministerium. Mobilcom-Chef Thorsten Grenz kündigte allerdings an, dass im Rahmen des bereits laufenden Sanierungsprozesses voraussichtlich nicht alle Arbeitsplätze erhalten werden können. Knapp fünf Stunden hatte Müller gemeinsam mit dem schleswig-holsteinischen Wirtschaftsminister Bernd Rohwer und Vorstandschef Thorsten Grenz und dem Mobilcom-Großaktionär Gerhard Schmid über die Rettung des Unternehmens verhandelt. Die Teilnehmer sagten, dass auch die Konflikte zwischen Vorstand, Aufsichtsrat und Schmid ausgeräumt worden seien.

Schmid war im Juni im Streit mit France Télécom als Vorstandschef abberufen worden. Er hält aber immer noch knapp 50 Prozent der Aktien von Mobilcom. „Im Interesse einer erfolgreichen Zukunft des Unternehmens werde ich meine Aktien einem Treuhänder übertragen“, sagte Schmid. Er plane jetzt nicht mehr, seine Aktien an France Télécom zu verkaufen. Zur Rettung von Mobilcom werden die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und die schleswig-holsteinische Landesbank in einem Konsortium insgesamt bis zu 400 Millionen Euro als Übergangshilfe zur Verfügung stellen. Hiermit solle kurzfristig die Liquidität für das Unternehmen gesichert werden, sagte Müller. Mobilcom habe den Liquiditätsengpass nicht zu verantworten. Müller geht davon aus, dass eine einvernehmliche Lösung mit France Télécom, dem bisherigen Partner von Mobilcom, erzielt werden könne. „Aus dem Rahmenvertrag gehen eindeutige Rechte für Mobilcom hervor“, sagte Müller. „France Télécom verpflichtet sich in dem Kooperationsvertrag zum Erwerb und Aufbau eines UMTS-Netzwerkes und eines leistungsfähigen Netzbetreibers.“ SEITE 19

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