Arcandor-Tochter : Quelle braucht 50 Millionen Euro

Der vorläufige Insolvenzverwalter von Arcandor, Klaus Hubert Görg, hat sich am Dienstagnachmittag den Fragen des Aufsichtsrates gestellt. Das erfuhr der Tagesspiegel aus Kreisen des Kontrollgremiums.

Düsseldorf Görg wollte den Aufsichtsrat über den Stand des Insolvenzverfahrens und seine Pläne für die kommenden Wochen informieren, hieß es. Auch der von Arcandor zum Generalbevollmächtigten ernannte Insolvenzexperte Horst Piepenburg und Konzernchef Karl-Gerhard Eick nahmen an der außerordentlichen Sitzung teil. Am Donnerstag will sich Görg erstmals öffentlich zur Zukunft von Arcandor äußern.

Eine Woche nach dem Insolvenzantrag des Karstadt-Mutterkonzerns wird der kurzfristige Kapitalbedarf des Unternehmens immer deutlicher. Die Tochter Quelle hat einen Finanzierungsbedarf von rund 50 Millionen Euro, um ihren Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten zu können. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. In der Insolvenz ist Arcandor vor den Forderungen der Gläubiger geschützt, zudem zahlt die Bundesagentur für Arbeit bis Ende August die Löhne. Dennoch prüft der Konzern den kurzfristigen Antrag auf einen Massekredit. Eine Entscheidung dazu falle in den kommenden Tagen, so ein Sprecher. dcl

0 Kommentare

Neuester Kommentar