Arcandor : Überleben von Quelle bis Jahresende gesichert

Ab Dienstag wird Arcandor zerschlagen. Der Versandhandel des Konzerns ist laut einem Zeitungsbericht vorerst gerettet. Dennoch droht der Abbau vieler Arbeitsplätze

Kurz vor der erwarteten Insolvenzeröffnung für den Handels- und Touristikkonzern Arcandor am Dienstag scheint die Finanzierung der dazu gehörenden Versandgruppe Primondo mit ihrem Kernstück Quelle bis Ende des Jahres gesichert. Dies berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ).

Demnach sind die Kredit gebenden Banken – die BayernLB, Commerzbank und Valovis Bank – bereit, ein neues Finanzpaket zu schnüren. Laut FAZ sind alle drei Kreditgeber von Quelle grundsätzlich bereit, gemeinsam eine weitere Kreditlinie bereitzustellen.

Wie die Zeitung weiter berichtet, scheint die Banken das Fortführungskonzept des vorläufigen Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg zu überzeugen. Die Gespräche zwischen beiden Parteien liefen auf Hochtouren. Das Schnüren des Finanzpakets habe höchste Priorität, heißt es in dem Bericht.

Die Mitarbeiter von Primondo und Quelle dürften die Pläne weit weniger überzeugen. Jeder dritte Arbeitsplatz soll laut Konzept abgebaut werden.

Sollte die Finanzierung tatsächlich bis Jahresende gesichert sein, bekäme Primondo mehr Zeit für die Investorensuche –  und könne das so wichtige Weihnachtsgeschäft abwickeln.

Eine Einigung zwischen Arcandor und den Kredit gebenden Banken ist auch Voraussetzung dafür, dass das Amtsgericht am Dienstag das Insolvenzverfahren eröffnen und Görg als Insolvenzverwalter bestellen kann.

Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, Reuters

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