Wirtschaft : Armutsbekämpfung durch Infrastruktur Jahresbericht der KfW

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Berlin (hin). Die Finanzierung von Infrastrukturprojekten stand im Mittelpunkt der Zusammenarbeit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit den Entwicklungsländern im vergangenen Jahr. Das berichtete der KfW-Vorstandssprecher Hans Reich am Montag bei der Vorstellung des Jahresberichts 2001. Infrastrukturprojekte seien zur Reduzierung der weltweiten Armut besonders wichtig. Wirtschaftliche und soziale Infrastrukturmaßnahmen wurden 2001 mit 1,5 Milliarden Euro gefördert. Das entspricht 57 Prozent aller Zusagen der KfW für die Förderung von Entwicklungsländern.

Es ist der erste gemeinsame Jahresbericht der KfW-Bankengruppe, der die entwicklungspolitischen Leistungen der Konzernmutter und ihrer Tochter Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG) gemeinsam aufführt. Die KfW hatte die DEG im vergangenen Jahr übernommen. Die DEG trage dazu bei, die Palette der Finanzierunginstrumente zu erweitern, sagte Reich. Sie reiche von Zuschüssen über Kredite zu besonders günstigen Bedingungen bis hin zu Marktmitteln und Beteiligungsfinanzierungen in Ländern, in denen sich private Investoren wegen hoher Risiken noch nicht engagieren wollten.

Insgesamt haben DEG und KfW im vergangenen Jahr 3,3 Milliarden Euro für die Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern zugesagt. Davon unterstützte die KfW Programme des Internationalen Währungsfonds zur Armutsbekämpfung und Wachstumsförderung in Höhe von 1,4 Milliarden Euro. Die Mittel des Bundesentwicklungshilfe-Ministeriums in Höhe von 1,03 Milliarden Euro haben sich gegenüber dem Vorjahr um rund 20 Prozent erhöht. Die Eigenmittel der KfW-Bankengruppe betrugen 804 Millionen Euro, das entspricht einem Wachstum von 70 Prozent.

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