Wirtschaft : Asiaten ordern Airbus

Mehr als 100 Maschinen auf Pekinger Messe bestellt.

Foto: REUTERS

Peking - Der europäische Flugzeughersteller Airbus sammelt auf der Luftfahrtmesse in Peking Bestellungen. Die Fluggesellschaft VietJetAir will 62 Mittelstreckenjets aus der A320-Familie bestellen, teilte die EADS-Tochter Airbus am ersten Tag der Messe mit. Zudem sicherten sich die Vietnamesen in ihrer Absichtserklärung Kaufoptionen für 30 weitere Maschinen. Unter den Flugzeugen, die VietJetAir auf jeden Fall abnehmen will, sind 14 Exemplare in der Standardversion A320, sechs in der Langversion A321 und 42 in der spritsparenden Neuauflage A320neo. Laut Preisliste kommen die 62 Maschinen auf einen Gesamtwert von 6,1 Milliarden Dollar (etwa 4,5 Milliarden Euro). Wenn VietJetAir alle Kaufoptionen ausübt, könnte dieser Betrag auf rund neun Milliarden Dollar steigen.

Zwei neue Fluggesellschaften wollen zudem zusammen 43 Flugzeuge von Airbus kaufen, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Qingdao Airlines unterzeichnete Aufträge über 23 Maschinen. Die Flugzeuge sollen ab 2016 ausgeliefert werden.

Zhejiang Loong Airlines will 20 Flugzeuge kaufen. Beide Fluggesellschaften wollen in diesem beziehungsweise im kommenden Jahr den Betrieb aufnehmen und setzen dazu auf die Kurzstrecken- Flugzeuge des Typs A320. Allerdings müssen die chinesischen Behörden den Bestellungen noch zustimmen. Die chinesische Leasing-Gesellschaft BOC Aviation bestellte Kreisen zufolge weitere 25 Maschinen des Typs A320. Die Gesellschaft ist eine Sparte der Bank of China.

Airbus will nun eine neue Variante seines Großraumflugzeuges A330 auflegen, die auf stark frequentierten Kurzstrecken etwa in China eingesetzt werden soll. Die Maschinen sollen Platz für 400 Passagiere bieten. Für die neue A350 gibt es bereits eine Kurzstrecken-Version. In den kommenden 20 Jahren sei angesichts des Booms in Asien weltweit mit einem höheren Bedarf an Maschinen zu rechnen. Insgesamt würden 29 226 neue Passagier- und Frachtmaschinen im Wert von 4,4 Billionen Dollar benötigt. Das sind im Vergleich mit der Schätzung von vor einem Jahr drei Prozent mehr. dpa/rtr

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