Wirtschaft : Asienkrise berührt Thyssen Industrie kaum

ESSEN (rtr).Der Investitionsgüter-Hersteller Thyssen Industrie AG sieht sich von der Krise in Asien kaum betroffen.Das Unternehmen sei bislang verschont geblieben, weil es nicht so stark in der Region vertreten sei, sagte Vorstandschef Eckhard Rohkamm am Montag in Essen.Man spüre aber überall in Ost- und Südostasien, wie das Geld knapp werde, Projekte abgebrochen oder aufgeschoben würden.Gleichwohl wolle Thyssen Industrie sein Geschäft in der Region ausbauen.Das Unternehmen steigerte im ersten Halbjahr 1997/98 Umsatz und Gewinn kräftig.Für das gesamte Geschäftsjahr wird eine Gewinnsteigerung erwartet.Die Fusion mit Krupp komme gut voran.

Zum Ausbau des Asiengeschäfts erklärte Rohkamm, die Tochter Thyssen Aufzüge habe vor kurzem in Malaysia ein Gemeinschaftsunternehmen mit einer in Kuala Lumpur ansässigen Gesellschaft gegründet.Zunächst sollen zusammen Aufzüge und Rolltreppen montiert und vertrieben werden.Vom Konzernumsatz 1996/97 (30.September) von 12,5 Mrd.DM sei gut die Hälfte im Ausland erzielt worden.Mittelfristig soll der Auslandsanteil auf 60 Prozent steigen.

Für Thyssen Industrie verzögere sich in Asien nur der Auftrag für eine Kokerei in Taiwan um etwa ein Jahr, dies aber wegen langwieriger Genehmigungsverfahren.Daher könne der Auftragswert von knapp 750 Mill.DM nicht mehr im laufenden Geschäftsjahr gebucht werden.Wie sich der Auftragseingang entwickeln werde, sagte Rohkamm nicht.Den Umsatz des Thyssen-Industrie-Konzerns veranschlagte er für 1997/98 auf 14 Mrd.DM.Im ersten Halbjahr hatte der Auftragseingang um 38 Prozent auf 7,8 Mrd.DM und der Umsatz um knapp 30 Prozent auf 6,7 Mrd.DM zugenommen.Der Gewinn vor Steuern stieg um 167 Mill.auf 387 Mill.DM.

Mehr lesen? Jetzt gratis E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben