Wirtschaft : Asienkrise verursacht EU-Handelsdefizit

BRÜSSEL (rtr).Die Länder der Europäischen Union (EU) haben im ersten Vierteljahr 1998 ein Handelsdefizit von 2,7 Mrd.Ecu (5,3 Mrd.DM) verbucht.Wie die europäische Statistikbehörde "Eurostat" am Montag in Brüssel mitteilte, war im ersten Quartal 1997 noch ein Überschuß von 3,1 Mrd.Ecu erzielt worden.Grund für den Fehlbetrag sei unter anderem die Asienkrise.In den elf EU-Ländern, die 1999 die Europäische Währungsunion (EWU) beginnen, stieg der Überschuß im Außenhandel dagegen um 1,1 Mrd.Ecu auf 13,5 Mrd.Ecu.Wegen der Währungsschwäche in Asien seien etwa die Exporte der EU nach Japan zurückgegangen und die nach Hongkong stagniert, erklärte Eurostat.Die Importe aus beiden Ländern seien dagegen im ersten Quartal um 20 beziehungsweise 23 Prozent gestiegen.Mit Exporten im Wert von 8,3 Mrd.Ecu hätten die EU-Staaten im ersten Vierteljahr 1998 elf Prozent weniger Waren nach Japan geliefert als im Vorjahreszeitraum.Das Handelsdefizit gegenüber Japan habe sich dadurch um 4,2 Mrd.Ecu auf 7,9 Mrd.Ecu mehr als verdoppelt.

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