Wirtschaft : AT & T: Das Unternehmen drücken Schulden

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Hohe Schulden, ein empfindlicher Preiskampf und die schlechte wirtschaftliche Lage in den USA haben die amerikanische Telekommunikationsindustrie in die Knie gezwungen. Der Telefon- und Kabelkonzern AT & T Corp., New York, übertraf zwar im ersten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von sechs Cents vor Sonderposten die reduzierten Erwartungen der Analysten um ein Cent. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum brach der Gewinn jedoch um mehr als 80 Prozent ein. Zugleich warnte das Unternehmen die Wall Street, dass es im zweiten Quartal ihre Erwartungen nicht erfüllen könne.

Zuvor hatte bereits der Regionalanbieter SBC Communications, San Antonio, seine Gewinnerwartungen für den Rest des Jahres auf 2,35 Dollar bis 2,40 Dollar je Aktie gedämpft. Erwartet worden waren nach einer Umfrage des Informationsdienstes Thomson Financial/First Call 2,46 Dollar für das laufende Jahr.

Nach der Euphorie über das Zeitalter der Telekommunikation Ende der neunziger Jahre steht die Telekombranche jedoch vor einer längeren Durststrecke. Die hohen Investitionen in eine neue Infrastruktur wurden zu einem großen Teil mit Krediten finanziert. Nach Schätzungen von Analysten sitzen die Telekomanbieter in den USA und Europa jetzt auf einem Schuldenberg von fast 700 Milliarden Dollar. Einstmals hochgelobte Internetdiensteanbieter wie Psinet oder Winstar stehen vor dem Konkurs. Leidtragende der Telekomkrise sind auch Zulieferunternehmen wie Lucent und JDS Uniphase.

Auch für AT & T gehört der Schuldenabbau zu einem der wichtigsten Ziele. Derzeit beträgt der Schuldenstand 47,5 Milliarden Dollar, das sind 8,7 Milliarden weniger als am Ende 2000.

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