Atomreaktor : Vattenfall spielt Kraftwerksvorfälle herunter

Betrunkene Bauarbeiter in einem schwedischen Atomkraftwerk und sexuelle Belästigung von Reinigungskräften. Der Energiekonzern Vattenfall kommt bezüglich seiner Reaktoren immer mehr in Erklärungsnöte.

Vattenfall
Das Kraftwerk Krümmel. -Foto: ddp

HamburgNach den Pannen in den norddeutschen Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel gibt es neuen Ärger um Bauarbeiter am Standort des schwedischen Vattenfall-Reaktors Ringhals. Gegen acht Bauarbeiter wird wegen sexueller Belästigung von Reinigungskräften ermittelt. Vattenfall Europe wies in Hamburg einen Medienbericht zurück, wonach AKW-Bauarbeiter betrunken gewesen seien. Eine entsprechende Meldung sei "in weiten Teilen eine Verdrehung der Tatsachen". In den schwedischen AKW von Vattenfall herrsche eine strikte "Null Toleranz" für Alkohol. Dies werde mit regelmäßigen Stichproben überprüft, auffälligen Personen werde der Zugang zum Werksgelände verweigert.

Nach Vattenfall-Angaben werden während der Sommermonate umfangreiche Bauarbeiten auf dem Werksgelände des Kernkraftwerks Ringhals durchgeführt. Das Reaktorgebäude sei davon aber nicht betroffen. Vor rund zwei Wochen sei die Polizei alarmiert worden, weil die in einem Hotel nahe dem Kraftwerk wohnenden Arbeiter weibliche Reinigungskräfte sexuell belästigt hätten. Dies sei außerhalb der Arbeitszeiten geschehen.

Daraufhin habe die Werksleitung von dem Bauunternehmen einen Ausschluss der betreffenden acht Arbeiter verlangt. Weil bei den sexuellen Belästigungen Alkohol im Spiel gewesen sei, seien die Alkoholkontrollen am Eingang zum Werksgelände verstärkt worden. (mit ddp)

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