Wirtschaft : Auch BMW verkauft jetzt weniger Absatz des Autokonzerns sinkt

im November um 4,6 Prozent

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München (nad). Mit einiger Verzögerung bekommt nun auch BMW die Konjunkturflaute zu spüren. Bei der StammMarke BMW sei der Absatz im November um 4,6 Prozent auf 71 500 Fahrzeuge eingebrochen, teilte das Unternehmen am Montag in München mit. Bisher hatte sich der Autobauer mit seiner Strategie, ausschließlich teurere Fahrzeuge zu verkaufen, der allgemeinen Krise entziehen können. Dass der erfolgsverwöhnte Konzern im Vergleich zu seinen Konkurrenten trotzdem gut dasteht, hat er seinem Kleinwagen Mini zu verdanken. In den ersten elf Monaten seit der Neueinführung setzte BMW bereits fast 134 000 der Kultautos ab. Am beliebtesten ist der Mini in seinem Ursprungsland Großbritannien, gefolgt von Deutschland und den USA. Das bereits mehrfach erhöhte Absatzziel, das der Konzern zuletzt auf 140 000 Fahrzeuge beziffert hatte, ist damit kaum noch zu verfehlen.

Verkaufsschlager Mini

Auch sein Ziel, mit seinen BMWs und Minis in diesem Jahr erstmals die Rekordmarke von einer Million Fahrzeuge zu übertreffen, hat BMW schon fast erreicht. Daran werde auch ein schwacher Dezember nichts mehr ändern. Bis Ende November stieg die Zahl der Auslieferungen nach Angaben des Konzerns um 17 Prozent auf 976 300 Fahrzeuge. Im Vorjahr waren es insgesamt nur 906 000 Autos. Neben dem Mini macht BMW auch der Geländewagen X5 Freude. Der Absatz von Januar bis November habe knapp 93 000 Stück betragen und liege damit um 24 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auch mit der wegen ihres Designs umstrittenen 7er-Reihe zeigt sich BMW zufrieden. Ein Jahr nach der Markteinführung seien weltweit mehr als 46 000 Stück verkauft worden, davon 20 100 in den USA.

Zu einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus“, wonach BMW für sein neues Werk in Leipzig weniger staatliche Beihilfen erhalten soll als beantragt, wollte sich ein Konzernsprecher am Montag nicht äußern. „Focus“ hatte berichtet, EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti habe entschieden, dass der Bund und das Land Sachsen BMW höchstens 363 Millionen Euro zuschießen dürfen. BMW hatte dagegen eine Finanzspritze in Höhe von knapp 417 Millionen Euro beantragt.

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