Wirtschaft : Auch Lissabon, Paris und Wien im Visier

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Die Griechen sind nicht die einzigen, die bisher unkorrekte Zahlen nach Brüssel gemeldet haben. „Wir haben in den vergangenen Jahren auch bei Portugal, Frankreich und Österreich Bedenken angemeldet, sagt ein EurostatSprecher. Frankreich musste daraufhin 2002 das Defizit von 3,0 auf 3,1 Prozent erhöhen – eine heikle Sache, da bei drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes die Obergrenze liegt. „Wir bekommen aus den Mitgliedstaaten nur einige Tabellen“, heißt es bei Eurostat. Das Amt habe weder die Befugnis, noch das Personal, die Zahlen hundertprozentig nachzuprüfen . „Wir können vor allem Fragen stellen, wenn uns Ungereimtheiten auffallen.“ Man sei auf die Richtigkeit der Daten der nationalen Statistikämter angewiesen. Bei der Kommission sieht man mehrere Varianten für bessere Kontrollen: eine Audit-Abteilung , die die nationalen Angaben überwacht, oder wechselseitige Kontrollen der Mitgliedsländer untereinander. Fraglich ist, ob die Regierungen dies erlauben. fw

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