Wirtschaft : Audi fährt mit Sportwagen gegen Porsche und BMW

Montage des Audi TT Coupe in Ungarn / Einführung im Herbst GYÖR / INGOLSTADT (dpa).Audi steigt jetzt mit Vollgas in den Sportwagenmarkt ein.Im Herbst kommt das neue Modell Audi TT Coupe und im nächsten Jahr die zweisitzige offene Roadster-Version auf den Markt.Mit den "emotionalen Fahrzeugen" will Audi vor allem den Wettbewerb mit Konkurrenten wie dem BMW Z3, dem Porsche Boxster, dem Mercedes SLK oder Coupes von Alfa Romeo und Fiat aufnehmen, sagte Karl Huebser, Sprecher der Geschäftsführung der Audi Hungaria Motor Kft.in Györ.Im ungarischen Werk läuft derzeit die Serien-Endmontage für das Audi TT Coupe an.Dabei werden die komplett lackierten Karosserien aus dem Audi-Stammwerk Ingolstadt mit täglich zwei Zügen angeliefert.Das Audi TT Coupe und der Roadster haben eine außergewöhnliche Form.Mit rundlichen Elementen erinnern die Sportwagen an eine Mischung aus einem Porsche und dem VW-Käfer-Nachfolger "New Beetle".Die "beiden Modelle sind die neuen Imageträger der Marke Audi", heißt es im Geschäftsbericht der ungarischen Audi-Gesellschaft.Das Audi TT Coupe wird mit einem 1,8 Liter Vierzylindermotor in zwei Varianten angeboten.In der Spitzenmotorisierung mit 165 kW (225 PS), permanentem Allrandantrieb (quattro) und 243 Stundenkilometern Höchstgeschwindigkeit kostet das Fahrzeug 62 000 DM einschließlich Mehrwertsteuer.In einer Version mit 180 PS erreicht das Fahrzeug 225 Stundenkilometer und kostet 52 800 DM.Die VW-Tochter hofft, daß im kommenden Jahr rund 30 000 neue Audi TT in Györ aus den Werkshallen fahren.In diesem Jahr könnten es noch etwa 10 000 Coupe-Modelle sein, sagte Huebser.Seit Audi auf der Internationalen Automobilausstellung 1995 eine Studie des TT-Modells zeigte, haben sich bereits 20 000 Interessenten gemeldet.Der 4,04 Meter lange und 1,86 Meter breite Audi TT baut auf der "Plattform A" des VW-Konzerns auf, die auch die Basis für das neue Golf-Modell liefert.Seit Wochen proben die Facharbeiter im ungarischen Audi-Werk die Endmontage."Wir liefern Top-Qualität", sagt Werks-Chef Huebser selbstbewußt.Das Motorenwerk, das jetzt um die Fahrzeugmontage erweitert wurde, gehöre zu den Fabriken mit der höchsten Qualität im gesamten VW-Konzern.In die 1993 gegründete Audi Hungaria Motor Kft.wurden bisher gut 670 Mill.DM investiert.Schwerpunkt ist nach wie vor die Motorenproduktion, wobei Györ nach Salzgitter das zweitgrößte Motorenwerk im VW-Konzern ist.Die Mitarbeiterzahl soll von 2300 auf 3200 Ende 1999 klettern.

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