Wirtschaft : Audi will BMW und Mercedes abhängen

Vorstand: Wir wollen erfolgreichste Premiummarke werden /Verkauf soll auf 1,4 Millionen Autos steigen

Alfons Frese

Berlin - Audi hat 2005 das zehnte Rekordjahr in Folge erreicht und will „die weltweit erfolgreichste Premiummarke werden“. Das gab jedenfalls Vorstandschef Martin Winterkorn am Mittwoch bei der Jahrespressekonferenz in Ingolstadt als „langfristiges Ziel“ aus. „Keine Marke wird in Zukunft so wachsen wie Audi“, sagte Winterkorn und kündigte eine Vielzahl neuer Modelle und Modellvarianten an. Die sollen dazu beitragen, dass die VW-Tochter 2008 erstmals eine Million Autos verkauft und 2015 sogar 1,4 Millionen. BMW und Mercedes setzten zuletzt jeweils rund 1,1 Millionen Fahrzeuge ab, Audi knapp 830 000. Der Audi-Umsatz stieg 2005 um 8,5 Prozent auf 26,6 Milliarden Euro, der Gewinn vor Steuern sogar um 14,6 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Winterkorn sprach von einem „sehr guten Jahr“.

Und das neue Jahr begann hervorragend. Im Januar und Februar wird Audi laut Winterkorn den Absatz gegenüber den Vorjahresmonaten um 20 Prozent steigern. „Wir geben weiter Vollgas, so dass wir 2006 voraussichtlich neue Rekordwerte erreichen werden.“ Das gilt vermutlich nicht für Seat. Die spanische Marke gehört neben Audi und Lamborghini zur Markengruppe Audi; die andere Gruppe unter dem Volkswagendach wird gebildet von VW, Skoda und Bentley. Bei Seat griffen laut Winterkorn die Sanierungsmaßnahmen. Dazu werde das untere Preissegment gestärkt; 2008 könne Seat wieder einen Gewinn erwirtschaften. Für Audi kündigte Winterkorn den neuen S6 mit 435 PS an, der Geländewagen Q 7 kommt im März auf den europäischen Markt, noch im ersten Halbjahr gibt es einen Avant- und eine Cabrio-Version der RS4-Limousine mit 420 PS sowie den A6 allroad quattro. Im zweiten Halbjahr kommt das neue TT Coupé und 2007 das neue Audi A5 Coupé, das am Heimatstandort Ingolstadt gebaut werden soll.

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