Wirtschaft : Auf dem Weg zur perfekten Wohnung

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2003 – DAS VERNETZTE HAUS

Die HifiAnlage von jedem Raum aus bedienen. Die Heizung schon auf der Heimfahrt per Handy anstellen. Oder ein Kühlschrank, der unsere Vorräte überwacht. Das vernetzte Haus wurde immer wieder angekündigt, aber ist es weiterhin Zukunftsmusik?

Die Technik wäre so weit. Das Problem sind die vielen Systeme und die Partner, die zusammenarbeiten müssten: Handwerker, Architekten, Energiekonzerne, Geräte- und Computerhersteller. Im Prinzip könnten alle elektronischen Geräte im Haus über das Stromnetz mit einer zentralen Steuereinheit verbunden werden. Beim Familienterminal von Miele läuft die Steuerung über einen berührungsempfindlichen Bildschirm, den Touchscreen. Noch ist nicht heraus, wann und zu welchem Preis dieses System auf den Markt kommt. Loewe will seine Kommunikationszentrale in den Fernseher einbauen. Zurzeit sind Firmen dabei, einen einheitlichen Standard festzulegen. Dazu wurde von 130 Herstellern die Konnex Association (KNX) gegründet.

Bis wir uns aber im Baumarkt ein Multimedia-Haus zusammensetzen können, dessen Farben sich auf die Stimmung der Besucher einstellen, wie es Microsoft-Boss Bill Gates hat, werden noch Jahre vergehen. „Bislang wird vorwiegend das Hochpreissegment bedient“, sagt Roland Kress von der Mannheimer MVV Energie AG, deren Tochter Power Plus Communication Angebote für den breiteren Markt erarbeitet. In ein bis zwei Jahren soll es so weit sein. Noch haben es kleine Vernetzungssysteme leichter – wie das Badezimmer mit Wasserhähnen, die man nur mit Hilfe von Sensoren bedient. Wer morgens ins Bad geht, soll in Zukunft auch nur eine Taste mit seinem Namen drücken. Die Armaturen können so programmiert werden, dass sie für jeden automatisch dessen Lieblingstemperatur einstellen. Schön heiß, bitte! meh

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