• Auf den letzten Drücker hat die Elektrizitätswirtschaft jetzt die Eckpunkte der neuen Verbändevereinbarung vorgelegt

Wirtschaft : Auf den letzten Drücker hat die Elektrizitätswirtschaft jetzt die Eckpunkte der neuen Verbändevereinbarung vorgelegt

Heike Jahberg

Das war knapp. Auf den letzten Drücker haben die Verbände der Elektrizitätswirtschaft jetzt die Eckpunkte der neuen Verbändevereinbarung vorgelegt. Sie regelt, wie auf dem freien Energiemarkt Strom durch die bestehenden Netze der Versorger geleitet wird und was diese von ihren Konkurrenten für die Durchleitung verlangen können. Das klingt spröde, hat aber handfeste Konsequenzen: Denn die Verbändevereinbarung liefert die Grundlage dafür, dass künftig auch Privatleute ihren Stromlieferanten bundesweit aussuchen können und nicht länger gezwungen sind, bei ihren regionalen Anbietern zu bleiben.

Bis Ende des Monats hatte die Wirtschaft Zeit, eine eigene Lösung für die Stromdurchleitung vorzulegen. Sonst, daran hatte Wirtschaftsminister Werner Müller keinen Zweifel gelassen, hätte die Regierung mit einer Verordnung Fakten geschaffen. Um diese zu verhindern und eine drohende Regulierungsbehörde für den Energiemarkt abzuwenden, haben sich die Verbände ins Zeug gelegt. Perfekt ist ihr Werk jedoch noch nicht. Das Nachsehen haben - ausgerechnet - erneut die Privatkunden: Zwar liegen die Eckdaten für den Stromhandel vor, doch die Lastprofile fehlen. Erst wenn auch diese stehen, kann mit den Privatkunden abgerechnet werden, erst dann wird der freie Strommarkt, werden Preissenkungen für jedermann Realität.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben