Wirtschaft : Auf die Plätze, fertig, los!

An vielen Berliner Privathochschulen kann man sich zum Wintersemester noch einschreiben. Auch TU und FU sollten Kurzentschlossene im Blick haben.

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Die Kurse reichen von Wirtschaft über Technik bis zu sozialer Arbeit. Foto: Woodapple - Fotolia
Die Kurse reichen von Wirtschaft über Technik bis zu sozialer Arbeit. Foto: Woodapple - FotoliaFoto: Woodapple Fotolia

Noch knapp vier Wochen, dann beginnt für Tausende Erstsemester in Berlin das neue Studienjahr. An den drei größten staatlichen Hochschulen – der Freien Universität, der Humboldt-Universität und der Technischen Universität – sind die Bewerbungsfristen für die meisten Kurse seit Wochen verstrichen. Zentrale Auswahlverfahren lassen zudem kaum Spielraum für Lernwillige, die sich kurzfristig für ein Studium entscheiden.

Zu den Ausnahmen gehören zulassungsfreie Bachelorstudiengänge an der Technischen Universität (www.tu-berlin.de). Noch bis zum 15. September können sich Interessierte für Elektrotechnik, Informatik, Physik, Mathematik oder Technische Informatik einschreiben. Für den Bachelor mit Lehramtsoption gilt die Frist für die Fachbereiche Bautechnik/Bauingenieurtechnik, Elektrotechnik oder Metalltechnik. Je nach Studiengang sind neben dem Abiturszeugnis berufliche Qualifikationen notwendig. Zusätzliche Kosten für die Studiengänge fallen keine an.

Auch an der Freien Universität (www.fu-berlin.de) sind die Türen für Interessierte noch nicht verschlossen. Bis zum 30. September läuft die Anmeldefrist für einen Master in Politik und deutsche Nachkriegsgeschichte. Bedingung für die dreisemestrige Weiterbildung sind ein Bachelor und Erfahrung in einem studienrelevanten Berufsfeld. Pro Semester fallen 1000 Euro an.

Auch bei den privaten Universitäten und Weiterbildungsanbietern gehen in wenigen Wochen die ersten Vorlesungen und Seminare los. Da die Institute kleiner sind und flexibler auf Bewerber reagieren können, gibt es hier noch gute Chancen auf einen Platz – auch in beliebten Fächern wie Betriebswirtschaft, Management oder Sprachen.

Zu den größten Anbietern von Studienangeboten für Berufstätige gehört die FOM-Hochschule (www.fom.de). Am Standort Berlin können Interessierte noch in die Bachelorstudiengänge Business Administration, Internationales Management, Steuerrecht, Wirtschaftsinformatik oder Gesundheits- und Sozialmanagement einsteigen. Auch in den Masterstudiengängen Unternehmenskommunikation, Personal- oder IT-Management gibt es noch freie Plätze. Wer an der FOM studiert, trifft sich nach Feierabend mit den Kommilitonen zu Vorlesungen und Seminaren. Auch regelmäßige Veranstaltungen am Wochenende stehen auf dem Lehrplan. Die Ausbildung in einem Bachelorstudiengang an der privaten Hochschule kostet inklusive Prüfungsgebühr rund 13 000 Euro.

Ähnlich sieht es an der German open Business School – GoBS (www.go-bs.de), der Hochschule für Wirtschaft und Verwaltung, aus. Sowohl die Bachelorstudiengänge Business Administration und Business and Communication als auch die Masterstudiengänge Wirtschaftspsychologie, Projekt- und Prozessmanagement, sowie das MBA-Programm nehmen noch Bewerber auf. Das besondere an der GoBS: Berufstätige mit und ohne Abitur können neben dem Job studieren und je nach Qualifizierung sofort in höhere Semester einsteigen. In jeder Fachrichtung gibt es unterschiedliche Vertiefungen. Ein Beispiel: Beim Studiengang Wirtschaftspsychologie stehen die Spezialisierung Arbeits- und Organisationspsychologie, Mediation und Verhandlungsführung oder Marketing- und Konsumentenpsychologie zur Auswahl. Das Studium kostet rund 10 000 Euro.

An der SRH-Hochschule (www.srh- hochschule-berlin.de) laufen zum Wintersemester verschiedene neue Studiengänge an, für die noch Bewerbungen angenommen werden. Zum ersten Mal kann am Ernst-Reuter-Platz Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt E-Business und Social Media oder Business Administration mit der Spezialisierung auf Erneuerbare Energien studiert werden. Rund 650 Studenten aus über 60 Ländern bevölkern den Berliner Campus. Die Hochschule hat Austauschprogramme mit der Türkei, Spanien, Irland und Frankreich. Im Durchschnitt sind drei Jahre für die Studiengänge vorgesehen. Pro Monat fallen Kosten von 700 Euro an.

Neu in Berlin ist die Sigmund Freud Privatuniversität (www.sfu-berlin.de). Am Platz der Luftbrücke in Tempelhof können Studenten in sechs Semestern den Bachelor in Psychologie machen. Die Zulassung zum Studium läuft über ein strenges Auswahlverfahren, bei dem nicht Schulnoten ausschlaggebend sind, sondern persönliche Eignung. Der Kurs bereitet die Teilnehmer auf weiterführende Masterstudiengänge vor und bietet verschiedene Vertiefungen an. Wen es im Studium ins Ausland zieht, der kann an die „Zweigstellen“ der Sigmund Freud Privatuniversität in Wien, Linz oder Paris wechseln. Der Bachelorstudiengang kostet pro Semester 5370 Euro.

Noch bis zum 22. September werden Bewerbungen an International Psychoanalytic University – IPU (www.ipu-berlin.de) angenommen. Der Masterstudiengang Psychologie ist in Vollzeit oder berufsbegleitend in Teilzeit zu absolvieren. Außerdem bietet die Hochschule weiterbildende und berufsbegleitende Masterprogramme in Psychoanalytischen Kulturwissenschaften (zum WS 2013) und Integrierter Versorgung psychotisch erkrankter Menschen (zum SS 2014) an.

Für Schnellentscheider in sozialen Berufen lohnt sich ein Blick auf das Weiterbildungsangebot der Alice Salomon Hochschule (www.ash-berlin.eu). Dort gibt es noch Plätze im Zertifikatskurs „Care und Case Management in humandienstlichen Arbeitsfeldern“, bei dem es um neue Formen von Hilfsangeboten geht. Ein Schwerpunkt ist die Arbeit mit Migranten. Am 27. September startet das erste Blockseminar. Kosten: rund 2600 Euro.

Ob staatlich oder privat, Fern- oder berufsbegleitendes Studium: Auch wenn die Zeit drängt und die Zulassungsfristen ablaufen, sollte man eine Einschreibung nicht überstürzen. Damit bei der Bewerbung in letzter Minute nichts schief geht, lohnt sich eine Beratung. TU und FU bieten einen Telefonservice und persönliche Beratungszeiten an. Viele private Anbieter wie die SRH-Hochschule oder die Siegmund Freud Privatuniversität veranstalten kurz vor Kursbeginn Infotage.

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