Wirtschaft : Auf einen Kick

Käufer eines Fußballs sollten auf den Rückprall achten

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„Einen guten Fußball kann man fühlen“, sagt Karl Heinz Wirth. „Beim Kauf eines Balles sollte man ihn einige Male auftrumpfen lassen. Hochwertige Bälle haben den besseren Rückprall.“ Wirth ist Inhaber einer FußballHandels- und Produktionsfirma, die in Deutschland Marktführer bei Werbebällen ist. Er rät, beim Fußballkauf auch einen Blick auf die Nähte zu werfen. Sind sie zu sehen, spreche das für schlechte Verarbeitung. Schon seit zwanzig Jahren bestehen Fußbälle nicht mehr aus dem Obermaterial Leder, sondern ausschließlich aus Kunststoff. Über der Blase liegen zwei Lagen Baumwolle und zwei Lagen PVC, wobei vor allem die oberste Schicht über Qualität und Preis eines Fußballs entscheidet. Berühmt ist der WM-Ball „Fevernova“ von Adidas. Der Ball, mit dem auch Ronaldo, Beckham und Oliver Kahn spielen, kostet mehr als hundert Euro. Da sich das kaum ein Freizeitkicker leisten kann, bietet Adidas einen optisch gleichen Ball in vier Ausführungen. Das Einstiegsmodell kostet rund 20 Euro. „Allerdings zahlt man beim Fevernova den WM-Kult mit“, sagt Fußballexperte Wirth. Ähnlich gute Bälle zu moderateren Preisen gebe es von Uhlsport, Derbystar oder Erima. Wer einen Fußball an Kinder verschenken möchte, sollte auch auf seine Größe achten. Die Standardgröße 5 ist vom Fußballweltverband vorgegeben. Für Jugendliche unter 14 Jahren eignen sich die etwas kleineren und leichteren Bälle der Größe 4. Für die ganz kleinen Kicker gibt es die Größe 3. Grundsätzlich eignen sich die gängigen Fußbälle für alle Plätze. Wer aber fast ausschließlich auf Hart- und Schotterplätzen spielt, bekommt auch Bälle mit einer besonders robusten Beschichtung. Für Hallenfußballer gibt es Bälle mit Filzüberzug. msh

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